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Bedrohte Tierarten: die Gewinner und die Verlierer

Nahe am Aussterben oder zumindest stark gefährdet – die Liste der bedrohten Tierarten wird stetig länger. Darüber können auch die wenigen Erfolgsmeldungen von Tierschutzorganisationen und Wissenschaftern nicht hinwegtäuschen.
Text: Silvan Lüchinger Grafik: Selina Buess

Wie viele Exemplare einer bedrohten Tierart es noch gibt, lässt sich in den ­seltensten Fällen exakt nachweisen. Für Pflanzen gilt das erst recht. Unbestritten ist hingegen: Die Zahl der gefährdeten Arten wächst rasant. Die Weltnaturschutzunion IUCN erfasst in ihrer Roten Liste 97000 Tier- und Pflanzenarten. Fast 27 000 als bedroht; das sind 10000 mehr als noch vor zehn Jahren.

Die Verlierer

Die Schneeeule galt als weit verbreitet, doch tatsächlich sind es weniger als 30 000 Tiere. Ihr Bestand könnte noch tiefer fallen, weil der Klimawandel auch das Vorkommen ihrer Hauptbeutetiere, der Lemminge, beeinflusst. (Bild: AP)
2017 fielen Tausende Exemplare der Mongolischen Saiga-Antilope einer Seuche zum Opfer, ein harter Winter dezimierte den Bestand nochmals. Gemäss Zählungen haben nur 3000 Tiere dieser Unterart der Saiga-Antilope überlebt. (Bild: Getty)
Einst galt der Vorrat an Ostsee-Heringen als unerschöpflich. In den vergangenen Jahrzehnten hat der Fisch einen Grossteil der Unterwasserwiesen verloren, in denen er seine Eier ablegt. Daher gibt es immer weniger Nachwuchs. (Bild: Imago)
Es gab sie schon vor 200 Millionen Jahren und sie haben die Dinosaurier überlebt. Heute ist die Hälfte aller Schild­krötenarten bedroht. Am allermeisten die Jangtse-Riesenweichschildkröte, von der nur drei Exemplare bekannt sind. (Bild: Getty)
Entdeckt wurde der Tapanuli-Orang-Utan erst im Jahr 2017. Sein Lebensraum auf Sumatra umfasst rund 1000 Quadratkilometer, es gibt nur etwa 800 Tiere. Damit ist der Tapanuli der seltenste Menschenaffe der Welt. (Bild: Tim Laman)
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Die Verlierer

Wissenschafter gehen davon aus, dass tagtäglich Arten unwiederbringlich verschwinden – manche von ihnen, bevor sie überhaupt entdeckt und erfasst wurden. Schuld daran sind Veränderungen der Lebensräume, hervorgerufen unter anderem durch den Klimawandel oder durch direkt sichtbare menschliche Eingriffe in die Natur.

Die Gewinner

Der Bienenfresser kann seinen Lebensraum ausweiten. Gab es in den 90er-Jahren hierzulande erst wenige Exemplare, brüten heute immerhin ein paar Dutzend Exemplare. Das Insektensterben könnte den Höhenflug allerdings stoppen. (Bild: EPA)
Das weltweite Fangverbot seit 1980 zeigt langsam Wirkung. Der Westpazifische Grauwal konnte auf der Roten Liste ­ von «Vom Aussterben bedroht» auf «Stark gefährdet» zurückgestuft werden. ­Gerettet ist er damit noch längst nicht. (Bild: Imago)
In Australien wurden vor knapp einem Jahr 20 Tüpfelbeutelmarder freigelassen. Dort war der nachtaktive Einzel­gänger vor 50 Jahren ausgestorben. Die Tiere stammen aus Tasmanien, wo die Art überlebt hatte. (Bild: DPA)
Intensive Bejagung drängte die Ostsee-Kegelrobbe in den nördlichen Teil ihres Lebensraums zurück. Dank internationaler Naturschutzarbeit tauchen heute ­wieder Tiere an der polnischen und der deutschen Küste auf. (Bild: Getty)
Der zentrale Lebensraum der Berggorillas liegt im Nationalpark Virunga im Grenzgebiet von Kongo, Ruanda und Uganda. Rund 1000 Tiere zählten die Wissenschafter im vergangenen Jahr. Das sind deutlich mehr als noch 2010. (Bild: AP)
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Die Gewinner

Doch es gibt auch Lichtblicke. In seiner Bilanz zum Jahr 2018 listet der WWF eine Reihe von Tieren auf, denen es besser geht als vorher. Zu verdanken ist das in vielen Fällen grundsätzlicher und nachhaltiger Naturschutzarbeit.

Wirkung zeigen aber auch – wie etwa beim Grauwal und beim Berggorilla – weltweite Fangverbote und konsequente Massnahmen zur Verhinderung von Wilderei.

Die Liste des WWF zeigt allerdings nur einen kleinen Ausschnitt aus dem Spektrum der Tierarten – insbesondere leider auf der Seite der Verlierer.

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