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Italien: Immer in Begleitung und mit Schürze

Italienische Eltern überlassen ihre Schützlinge nur ungern der Schule, das Elterntaxis ist bis zu Oberstufe der Normalfall und den Thek, den tragen auch Mama oder Papa
Sarah Weber-Coppola
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Italiens Bambini gehen uniformiert zur Schule, es ist obligatorisch, eine weisse, dunkelblaue oder schwarze Schürze zu tragen, wie das bereits im Kindergarten der Fall ist, wo die Buben in hellblau- und die Mädchen in rosarot-karierten «grembiuli» ­erscheinen müssen. Damit wird die Zugehörigkeit zur Institution «Schule» signalisiert. Zudem wird die Gefahr gedämmt, sich schmutzig zu machen. Denn beflecken die Kids ihre (Marken-)Klamotten, bekommt es das Lehrpersonal mit der Mamma zu tun.

Das Elterntaxi, wogegen man in der Schweiz derzeit ankämpft wie Unkraut, ist in Italien gang und gäbe. Und verursacht zu Stosszeiten viel Verkehr und Parkplatzprobleme rund um die Schulhäuser. Die schulpflichtigen Sprösslinge werden das ganze Jahr über in die Schule chauffiert. Und wieder abgeholt. Bis zur Sekundarstufe, von einer volljährigen Person.

Und wenn nicht Mami oder Papi selber bei Schulglockengeläut vor der Schule stehen, müssen sie im Vorfeld ein Formular unterschreiben, mit den Namen der dafür delegierten Personen. Und dies zudem im (obligatorischen) Schultagebuch vermerken. Hauptsache, die «Übergabe» erfolgt von erwachsener zu erwachsener Person. «Wie ein Fisch in der Kühlkette», zog ein Schulleiter einst den ­Vergleich. Alles ist letztlich eine Frage der Verantwortung.

Wenn die Erstklässler an ihrem ersten Schultag Mitte September (in Italien dauern die Sommerferien dreieinhalb Monate) mit ihrem nigelnagelneuen Thek, den sich meistens die Eltern an den Rücken schnallen, erstmals die Schulhaustüre passieren, dann dürfen die Eltern ausnahmsweise einen Blick ins Klassenzimmer werfen. Und die Erstklässler werden von den Grossen mit einem Lied willkommen geheissen. (swc)

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