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Im Walter Zoo ist das erste Flamingo-Baby geschlüpft

Zum ersten Mal in der Geschichte des Walter Zoo in Gossau ist ein Flamingo geschlüpft. Und es könnten noch weitere folgen: Die Flamingo-Gruppe bebrütet noch weitere Eier.
Bis der kleine Flamingo rosa Federn hat, dauert es fast sieben Jahre. (Bilder: pd)

Bis der kleine Flamingo rosa Federn hat, dauert es fast sieben Jahre. (Bilder: pd)

(pd/chs) Den Nachtschwärmern auf ihrer Tour durch den Zoo bot sich in der Nacht auf Mittwoch ein besonderes Schauspiel: Bei den Flamingos auf der Teichinsel schlüpfte ein Küken. Es ist das erste im Walter Zoo – und wohl nicht das letzte. Denn mit etwas Glück folgen in den nächsten Tagen noch weitere Jungtiere. «Flamingos brüten in Kolonien und bauen ihre Hügelnester aus Sand und Humus ganz nah beieinander», lässt sich Karin Federer, Zoodirektorin und Tierärztin, in einer Medienmitteilung zitieren.

Langer Weg zum Zuchterfolg

«Generell bei Vögeln und vor allem bei Flamingos müssen viele Faktoren erfüllt sein, damit sie Eier legen und diese bebrüten», sagt Federer. «Dass es jetzt geklappt hat, ist etwas ganz Besonderes für uns.» Bis zum Zuchterfolg sei es ein langer Weg gewesen: Er begann 2014. Damals wurde der Zooteich, finanziert durch den Gönnerverein des Zoos, umgebaut und erhielt unter anderem zwei eigene Inseln. Die Flamingos konnten nun nachts sicher geschützt draussen schlafen. Auch die Gruppengrösse spielte eine Rolle: Innerhalb von fünf Jahren wuchs die Kolonie dank Jungtieren aus Basel und Bern von 15 auf 27 Tiere an. Und Faktor Nummer drei: «Wir geben den Flamingos zwei Arten Futter, die je nach Saison eingesetzt werden, um sie zum Brüten zu animieren.»

Flamingos brüten verspätet

Die Flamingo-Mutter guckt verdutzt ihr Junges an.

Die Flamingo-Mutter guckt verdutzt ihr Junges an.

Trotz all dieser Massnahmen sah es zunächst nicht nach Nachwuchs aus. Der Zeitpunkt, zu dem Flamingos in anderen Zoos üblicherweise Eier legen, verstrich. «Wir dachten schon, dass es in diesem Jahr nichts mehr wird.» Aber dann überraschten die rosa Vögel selbst die Zoodirektorin und begannen verspätet doch noch mit dem Brüten. Diese vermutet: «In Gossau macht sich die höhere Lage bemerkbar; den Flamingos war es wohl noch zu kühl.»

Jetzt zumindest scheint es den Vögeln zu gefallen. Zwischen 28 und 30 Tage bebrüten die Flamingos pärchenweise je ein Ei. Das Junge bleibt die ersten Tage im Nest und wird von Vater und Mutter umsorgt. Äusserlich hat der Nachwuchs anfangs wenig mit seinen Eltern gemein: grauer Flaum, kurze Beine, gerader Schnabel. Bis Federn und vor allem die Beine komplett rosa sind, dauert es bis zu sieben Jahre.

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