WOCHENSTERNE: Vielfalt auf das Machbare reduzieren

Heute Donnerstag noch ganz in der faszinierenden Welt der Möglichkeiten – aber auch der Überraschungen – zu Hause, wird uns bis zum Vollmond von Dienstag klar, was sich umsetzen lässt. Das sagen uns die Wochensterne vom 20. bis 26. September.

Claude Weiss
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Die Faszination, auf der Überholspur unterwegs zu sein und unsere sinnlichen und kreativen Möglichkeiten auszutesten, mag uns noch einige Zeit begleiten. Bis an die Grenzen zu gehen, um uns das zu holen, was wir begehren, und uns am Widerstand zu reiben, den uns das Gegenüber entgegenbringt, fasziniert uns zurzeit. Wenn wir etwas nicht haben können, wollen wir wissen weshalb. Zudem ist es uns lieber, den Andern herauszufordern, bis er «ja» oder «nein» sagt, als abzuwägen, was uns zusteht. Gehören wir zu den Selbstsicheren, die gerne fordern, werden uns nun vielleicht tatsächlich Grenzen gesetzt. Gehören wir jedoch zu den Angepassten, lernen wir Grenzen zu setzen. Uns in der Mitte zu treffen und auszuhandeln, bis wohin der eigene Anspruch geht, und wo der Anspruch des Gegenübers beginnt, kann gerade in Liebe und Partnerschaft eine belebende Erfahrung sein. Dabei können aber auch die Fetzen fliegen, und dies geschieht in diesem Monat vorzugsweise am Donnerstag. Ist das bei uns heute der Fall, wissen wir zumindest, dass es mit einer explosiven astrologischen Konstellation zu tun hat, die der laufende Mond gerade auslöst. Dessen Lauf zeigt uns allerdings, dass wir an diesem Wochenende Zeit haben werden, die soeben als intensiv erfahrenen Momente zu verdauen. Und dies unabhängig davon, ob sie beglückend oder aufwühlend waren. Am Samstag haben wir dann gar die Möglichkeit, in eine Art Traumwelt einzutauchen, wobei wir verschiedene Optionen zur Verfügung haben: Je nach Lebenseinstellung und gemachten Erfahrungen erfahren wir uns im siebten Himmel oder als Opfer der Umstände.

Vollmond bringt Realitäts-Check

Kaum ist die Sonne am Sonntag ins versöhnliche Waagezeichen getreten, kommt es bereits am Dienstag zu einem Vollmond. Dieser zwingt dazu, sich mit den Forderungen der Realität und des Alltags auseinanderzusetzen. Zwischen der eigenen Meinung und jener des Partners ist nun ein gangbarer Kompromiss zu finden, der sich konkret umsetzen lässt. Dies setzt aber voraus, dass wir das gegenseitig Verbindende im Auge haben und nicht in den Wunden des Andern herumstochern. Ist uns der Blick für das Gemeinsame abhandengekommen und können wir das Verbindende nicht mehr abrufen, kann es aber um eine geeignete Form der Abgrenzung oder um eine Trennung gehen. Auch wenn wir nun zur Härte neigen und wir uns Zeit lassen sollten, ist dies eine wichtige Phase der Klärung.

Sich individuell entfalten

Eine wichtige Voraussetzung für das Gelingen einer Beziehung ist zurzeit, dass beide Partner die Möglichkeit haben, sich auch individuell entfalten zu können. Ist der Partner vor allem Stütze, um ein Defizit zu füllen, kann die Angst, ihn zu verlieren, allerdings dazu führen, seine persönliche Entwicklung zu hemmen. Wenn wir uns solche Tendenzen bewusst machen, können wir Gegensteuer geben. Dies hilft uns, eine vertrauensvolle Partnerschaft aufzubauen und aufrechtzuerhalten.