WOCHENSTERNE: Neue Perspektiven tun sich auf

Im Laufe der Woche lockert sich der Würgegriff des Steinbockzeichens. Schon ab dem 17.Januar befreit uns der schelmische Merkur im Wassermann von einem Zuviel an Zwängen und Pflichten. Wir atmen Frischluft. Das sagen uns die Sterne vom 16. bis 22.Januar.

Claude Weiss
Hören
Drucken
Teilen

Selten dürfte die Welt vielen von uns so widersprüchlich und widerspenstig erschienen sein wie seit dem Neujahr. Während das Feuerwerk des Jahresanfangs noch eine Aufbruchsstimmung erzeugen mochte, wurde uns bald klar, dass nicht alles Gold ist, was glänzt. Tatsächlich war auch nur echtes Gold in der Lage, die Anleger, die daraufgesetzt hatten, zu erfreuen. Leider steigt dessen Wert aber vor allem, wenn Krisenstimmung herrscht und ein grosser Teil von uns den Eindruck hat, die Welt gerate aus den Fugen. Das ist allerdings mit den zurzeit vorherrschenden Konstellationen nicht erstaunlich. Diese spalten die Welt in zwei Gruppen, die es schwer haben, miteinander einen Dialog zu finden: Den unverbesserlichen Optimisten, die noch zusätzlich auf den Putz hauen, wie wenn sie in der besten aller Welten leben würden, während es um sie herum lichterloh brennt. Und jenen, welche die Klima­bilanz, der weltweit steigende Schuldenberg oder die unsichere eigene Altersvorsorge mit grossen Sorgen erfüllt. In solchen Zeiten ist es sinnvoll, einerseits unser Leben nach für uns stimmigen hehren Prinzipien auszurichten, anderseits uns auf das zu konzentrieren, was wir selbst umsetzen und verändern können. Alles andere erzeugt bloss ein Gefühl der Ohnmacht und des Ausgeliefertseins.

Wechselbad der Gefühle

Dieses Wechselbad, dem wir uns vielleicht auch selbst ausgeliefert fühlen, dürfte uns noch einige Zeit begleiten. Es lässt sich in wichtigen Perioden kollektiver Veränderungen auch kaum vermeiden. Dabei lockert sich nun aber einiges auf. Fühlten wir uns mit dem in der letzten Zeit stark besetzten Steinbockzeichen in ein Korsett gezwungen und unfrei, versprechen die nächsten Tage und Wochen Veränderungen. Zuerst bringt uns der kommunikative Merkur auf neue Ideen. Am 20.Januar wird er zusätzlich von der Sonne unterstützt, die ins Wassermannzeichen wechselt. Und all dies findet im Quadrat zum innovativen Uranus statt. Unter solchen Konstellationen bleibt kein Stein auf dem anderen – wenn wir es denn zulassen. Dabei ist die Lust, es zuzulassen, meist grösser, wenn wir mit unserer bisherigen Situation unzufrieden sind. Eine tiefe Unzufriedenheit und der damit verbundene Leidensdruck sind tatsächlich häufig die Voraussetzung, damit Uranus und das Wassermannzeichen uns neue Möglichkeiten eröffnen. Das Zeitfenster vom 17. bis 23.Januar ist günstig, um sich solche Fragen zu stellen und Alternativen zu finden.

Spass an der Veränderung

Sind wir unzufrieden, ohne Bereitschaft etwas zu verändern, werden häufig andere zu Agenten der Veränderung. Dies ist nicht immer angenehm, denn wir werden dabei vor vollendete Tatsachen gestellt. Wenn wir sie bejahen, können Veränderungen Spass machen, weil wir sie in diesem Fall aktiv mitgestalten. Sich eine positive Haltung zu verschiedenen Formen des Wechsels anzutrainieren, ist deshalb sinnvoll. Ansonsten riskieren wir, zu Zuschauern der Veränderung anderer zu werden. Auch das kann ein Gefühl von Ohnmacht auslösen, weil uns dann der Eindruck befällt, wir hätten unser Leben nicht selbst im Griff.