Im falschen Film

Die Sterne beflügeln unsere Phantasie und vernebeln den Geist. Das dürfte im Alltag zu Irrungen und Wirrungen führen. Neptun, der Planet der Täuschung, hat das Sagen am Sternenhimmel, und es scheint, als mache er sich einen Spass daraus, uns an der Nase herumzuführen.

Monica Kissling
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Die Sterne beflügeln unsere Phantasie und vernebeln den Geist. Das dürfte im Alltag zu Irrungen und Wirrungen führen. Neptun, der Planet der Täuschung, hat das Sagen am Sternenhimmel, und es scheint, als mache er sich einen Spass daraus, uns an der Nase herumzuführen. Missverständnisse, seltsame Zufälle und Begegnungen oder befremdende Nachrichten geben uns das Gefühl, im falschen Film zu sein. Auch Computerabstürze und technische Pannen, die sich nicht sofort beheben lassen, strapazieren die Nerven. Und weil wir oft den Kopf nicht bei der Sache haben, ist die Unfallgefahr deutlich erhöht. Vor allem im Verkehr ist Vorsicht geboten.

Viel heisse Luft

In dieser Woche entzieht sich vieles unserer Logik. Unklarheiten und Indiskretionen sorgen für Verwirrung, aber auch für Ärger. Falsche Behauptungen, bewusste Manipulation von Informationen sowie gezieltes Streuen von Gerüchten führen zu gehässigen Debatten. Weil verbale Attacken schnell ausarten und wir in der Hitze des Gefechts beleidigende Dinge sagen oder deplazierte Äusserungen auf Twitter verbreiten, sollten wir unsere Zunge hüten. Die Kommunikationssterne stehen besonders kritisch. Schweigen ist daher in den nächsten Tagen meist die beste Wahl. Wichtige Verhandlungen und Entscheidungen verschieben wir besser auf später. Im Moment hören wir besser auf unsere innere Stimme. Angesichts der widersprüchlichen Informationslage wissen wir wohl ohnehin nicht, wem wir glauben sollen.

Neue Beziehungsmodelle wagen

In der Liebe und im familiären Bereich ermuntern uns die Sterne, Neues zu probieren. Vieles darf oder muss sich jetzt in eine neue Richtung entwickeln. Freiräume wollen vor allem dort geschaffen werden, wo einengende Beziehungssituationen, störende Gewohnheiten oder langweilige Routine ein befriedigendes Zusammenleben behindern. Uranus stimuliert zu Wochenbeginn unsere Kreativität und Experimentierlust. So haben wir neue Ideen, wie wir in Zukunft gemeinsam unterwegs sein wollen.

Die Mitleidsmasche

Wundersame Wendungen sind allerdings jederzeit möglich. Nachdem wir vielleicht gerade noch wild entschlossen waren, unsere Beziehungssituation radikal zu verändern, sind wir kurz darauf wankelmütig. Neptun öffnet Schuldgefühlen nämlich Tür und Tor. So werden wir schnell unsicher, wenn andere an unser Mitleid appellieren oder uns Vorwürfe machen. Rücksicht auf die Bedürfnisse anderer könnte uns daran hindern, unseren Weg zu gehen. Ob das Zurückstellen eigener Wünsche die richtige Entscheidung ist, ist aus astrologischer Sicht jedoch fragwürdig. Wenn jemand wirklich Hilfe braucht, macht es Sinn, Verzicht zu üben. Einzig aus Gewohnheit in einer unbefriedigenden «Helferbeziehung» zu verharren, wohl weniger. Zum einen, weil sich der hilflose Partner dank unserer Fürsorge auch in Zukunft nicht selbst helfen wird. Zum anderen, weil sich unterschwellige Spannungen in einer ungleichen Beziehung verstärken dürften. Hüten wir uns deshalb vor falscher Rücksichtnahme und verwechseln wir Entscheidungsschwäche nicht mit Liebe.