WOCHENSTERNE: Erotisches Kribbeln weckt Unternehmungslust

Nach einer Zeit der Zurückhaltung öffnen sich nun alle Schleusen. In einem Klima erotischer Aufladung werden mit überbordendem Enthusiasmus neue Kontakte geknüpft. Etwas mehr Vorsicht würde nicht schaden. Das sagen uns die Sterne vom 28.Mai bis 3.Juni.

Claude Weiss
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Der ebenso fantasievolle wie unternehmungslustige Mars im Fischezeichen macht in dieser Woche einen Spannungsaspekt zum Liebesplanet Venus, sodass nun die Funken sprühen. In lustvoller, kommunikativer Laune verspüren wir ein starkes Bedürfnis, in der Begegnung beim Gegenüber unsere Chancen zu erproben. Dies ist eine Zeit schnell aufflackernder Leidenschaften und es kann Spass machen, uns auf den einen oder andern Flirt einzulassen.

Geniessen wir diese Phase! Sie gibt uns die Möglichkeit, uns in besonderem Masse lebendig zu fühlen und einen durch die Corona-Krise bedingten allfälligen Mangel an Kontakten auszugleichen. Dabei ist allerdings die Gefahr gross, dass wir überborden und Distanzregeln in den Wind schlagen. Wir neigen im Moment dazu, uns das zu holen, was uns fehlt.

Nicht alles für bare Münze nehmen

Dies ist soweit in Ordnung, wenn wir ein Minimum an Achtsamkeit walten lassen und nicht bei jeder Flamme, die uns ergreift, gleich Nägel mit Köpfen machen wollen. Uns inspirieren zu lassen ist zurzeit sinnvoll, aber wir sind zu wenig solide auf dem Boden der Wirklichkeit verankert, um gleich erfolgreiche konkrete Pläne schmieden zu können. Hinzu kommt, dass die Venus im Moment rückläufig ist, womit Beziehungen häufig anders verlaufen als erwartet. Ein Grund mehr, unsere Muster und Erwartungen zu überprüfen, statt uns Kopf voran und mit grossem Engagement in ein Abenteuer zu stürzen, das höchst wahrscheinlich nicht den gewünschten Verlauf nimmt. Unter der rückläufigen Venus melden sich zuweilen auch frühere Partner zurück, was die Möglichkeit bietet, besser zu verstehen, welche Qualität eine bestimmte Beziehung für uns hatte und was uns mit dem früheren Partner verband. So ist dies ganz allgemein eine gute Zeit, um uns klarer bewusst zu werden, was wir von einer Beziehung erwarten und inwiefern wir auch fähig sind, alleine zu sein.

Erwartungen in Beziehungen hinterfragen

Zwar können wir unter den gegenwärtigen Konstellationen vorübergehend das Gefühl haben, in der Verwirklichung unserer Wünsche schnell voranzukommen. Wie im Traum können wir den Eindruck haben, auf einer Erfolgswelle zu reiten. Dabei mag es uns vorkommen, wie wenn wir – ähnlich einem orientalischen Märchen - auf einem fliegenden Teppich unterwegs wären. Es braucht aber nicht viel und es wird uns bewusst, dass wir einer Fata Morgana nachjagen und Wunschträumen aufsitzen. Nahe am Ziel mag sich etwas zu wenig Durchdachtes plötzlich in Luft auflösen, sodass wir uns auf uns selbst zurückgeworfen fühlen. In diesem Moment mag uns klar werden, inwiefern wir uns, durch unsere Vorstellungen und Erwartungen, unsere Welt selbst erschaffen und auf diese Weise letztlich unseres Glücks eigener Schmied sind. Spannen wir die andern in unsere Vorstellungswelt ein und geben wir ihnen Rollen, die sie in unserem Skript übernehmen sollten, ohne uns zu vergewissern, dass sie das auch wollen, drohen Enttäuschungen. Dann bleibt uns nichts anderes übrig, als unsere Erwartungen in Beziehungen zu hinterfragen. Frühere Partner, die sich nun zurückmelden, können uns darin unterstützen, zu mehr Klarheit zu finden.