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WOCHENSTERNE: Blick hinter die Kulissen des schönen Scheins

Eine gute Zeit für gesellschaftlichen Austausch und Vergnügungen. Graben wir tiefer, stossen wir gar auf die Geheimnisse erspriesslichen Miteinanders. Zu neuen Einsichten verhilft der Neumond vom 28.September. Das sagen uns die Sterne vom 26.September bis 2.Oktober.
Claude Weiss

Das Waagezeichen, in welchem der Neumond von Samstagabend stattfindet, versteht sich darin, Verbindungen zwischen den Menschen zu schaffen, indem die schönen Seiten und die Annehmlichkeiten des Lebens gepflegt werden. Wird der Akzent auf das Gemeinsame gelegt und verstehen wir es, unsere Ideen so anmutig unter die Leute zu bringen, dass die andern diese aufgreifen, weil sie meinen, es seien ihre eigenen, ist uns der Erfolg gewiss. Liebesbeziehungen und gesellschaftliche Anlässe profitieren nun von einem versöhnlichen Klima, in welchem wir uns bestätigt fühlen, weil wir vom Gegenüber Komplimente erhalten und dies uns das Gefühl vermittelt, so sein zu dürfen, wie wir gerne sind. Die Zeit eignet sich auch, um Nähe zu pflegen und im Zusammensein mit lieben Menschen aufzutanken.

Allerdings sollten wir nicht zu sehr in die Tiefe gehen wollen und nicht zu viel erwarten, geschweige denn fordern. Sonst kann die Stimmung in das umkippen, was wir von Familienfesten kennen: Das falsche Wort zu viel löst eine Kaskade von Reaktionen aus, die uns unvermittelt das Gefühl geben, im falschen Film zu sein. Mit Bestürzung realisieren wir plötzlich, dass die wohltuende Verbundenheit und Harmonie nur so lange anhalten konnte, wie jeder sich an die Regeln hielt, nichts Pointiertes zu sagen und keine kritischen Fragen zu stellen.

Beziehungen mit Tiefgang

Situationen, die wir zurzeit erleben, lösen die Frage aus, welche unserer Beziehungen jenen Tiefgang haben, der uns vor solchen enttäuschenden Erlebnissen schützt. Welche Verbindungen sind genügend tragend, dass auch schwierige Fragen diskutiert werden können, ohne dass die Kommunikation abbricht? Welche Menschen halten auch dann noch zu uns, wenn wir uns nicht nur von unserer zustimmenden, netten Seite zeigen? Mit wem fühlen wir uns derart tief verbunden, dass dieses Gefühl auch dann noch anhält, wenn wir uns über Dinge des Alltags in den Haaren liegen? Gerade zum Zeitpunkt, da wir das Gefühl hatten, es stünde uns spontan etwas mehr Zuneigung und Anerkennung zu, werden wir daran erinnert, dass tragende Beziehungen erarbeitet werden müssen und nichts die Sicherheit ersetzt, die gewachsene Verbindungen bieten.

Sich selbst sein – mit Bedacht

Die grosse Kunst besteht zurzeit darin, für unsere Bedürfnisse einzustehen, ohne andere deswegen zu bedrängen und zu verletzen. Da nicht nur wir, sondern auch unser Gegenüber empfindlich auf kleinste Formen von Kritik reagiert, hilft es, wenn wir besonders achtsam miteinander umgehen. Durch kleine Aufmerksamkeiten und Gesten der Zuneigung schaffen wir ein Klima der gegenseitigen Unterstützung und Zuneigung. Noch wichtiger ist aber das Gefühl, angehört und als Person ernst genommen zu werden. Erleben wir sogar, dass wir trotz Ungeschicklichkeiten und Schwächen immer noch willkommen sind, fühlen wir uns zutiefst ange­nommen. Zu wissen, dass wir auch in solchen Fällen nicht abgelehnt und abgewertet werden, macht es möglich, auch anspruchsvolle Dinge gemeinsam zu unternehmen.

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