WOCHENSTERNE: Auf der Suche nach sicheren Werten

Wo finden wir sichere Werte, auf denen wir aufbauen können? Unter dem Eindruck, uns auf Fliesssand zu bewegen, beschäftigen uns solche Fragen. Dies gilt insbesondere für Beziehungen und Geldangelegenheiten. Das sagen uns die Sterne vom 27.Februar bis 4.März.

Claude Weiss
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Der rückläufige Merkur im Fischezeichen kann Gefühle der Unsicherheit auslösen. In solchen Zeiten ist die Fantasie sehr angeregt, aber ihr ständiger Begleiter können permanente Ängste sein. Wir fürchten uns, Fixpunkte sowie den sicheren Boden unter den Füssen zu verlieren und dass Beziehungen sowie emotionale oder materielle Sicherheiten wegbrechen. So fragen wir uns, woran wir uns in einer Zeit offensichtlicher oder schleichender Veränderungen noch halten können. Dies mag der Zeitpunkt sein, uns einzugestehen, dass wir uns in einer Periode des Wandels befinden, in der wir mit einem diffusen Gefühl des Risikos zu leben haben. Und dass in einer solchen Epoche tiefgreifender Veränderungen vor allem drei Dinge weiterhelfen: Das Gefühl, über Fähigkeiten und Talente zu verfügen, die wir jederzeit zum Einsatz bringen können, weil wir damit einen sozialen Nutzen für die Gemeinschaft erbringen. Im Weiteren die Gewissheit, zur Befriedigung unserer Bedürfnisse nicht mehr zu brauchen als das, was wir zu erwirtschaften in der Lage sind oder angespart haben. Und schliesslich, verbindliche Partnerschaften und Beziehungen aufgebaut zu haben, aufgrund welcher wir anderen Menschen ebenso viel bedeuten, wie sie für uns wichtig sind. Solche Voraussetzungen sind die besten Garanten für ein sinnerfülltes Leben, das Ängsten den Nährboden entzieht.

Stirb- und Werde-Prozesse

Wenn wir nicht durch Ängste gelähmt sind, haben wir in dieser Zeit die Möglichkeit, Grenzen zu überschreiten. Vielleicht haben wir den Mut, unserem Seelengefährten unsere Liebe einzugestehen, oder wir entscheiden uns dazu, eine Passion, die uns verzehrt, verbindlich zu leben. Wir tun etwas, durch das wir unsere Komfortzone verlassen, welches aber gleichzeitig unserem Leben eine neue Richtung gibt. Möglich ist allerdings, dass dies nicht ganz freiwillig geschieht. Es kann nämlich auch ein Verlust sein, der uns zwingt, die Optionen, die vor uns liegen, mit anderen Augen zu betrachten und die Weichen neu zu stellen. Versuchten wir bisher an etwas festzuhalten, das sich überlebt hat, kann die Bereitschaft, loszulassen, kreative Lebensenergien freisetzen. Wir sollten beim gegenwärtigen rückläufigen Merkur aber auch nicht jeder aufwühlenden oder beglückenden Information trauen. So kann es sinnvoll sein, sich zuerst zu vergegenwärtigen, ob das, was wir soeben erfahren haben, auch wirklich stimmt.

Keine Fixierung auf die Materie

Mehr Begeisterung in unser Leben einfliessen zu lassen, kann nun dazu beitragen, unsere Angst vor materiellen Verlusten zu überwinden. Dies mag heissen, uns zu fragen, warum wir hier auf dieser Welt sind und was uns antreibt, uns gemäss unserer Bestimmung zu verwirklichen. Stehen wir im Kontakt mit unseren urtümlichen Lebensmotivationen, kann uns nämlich nichts umhauen. Vielleicht kommen wir dabei zum Schluss, dass sich hinter der Beschäftigung mit materiellen Fragen von Gewinn und Verlust, die uns den Schlaf rauben, eine bisher verweigerte Auseinandersetzung mit dem Sinn unseres Lebens verbirgt, die das Geheimnis zur Lösung bestehender Probleme beinhaltet.