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Herz statt Flagge zeigen

Bundesrat Ignazio Cassis demonstriert bei öffentlichen Auftritten wie etwa Medienkonferenzen gerne seine patriotische Gesinnung. Ist das nötig?
Urs Bader
Bundesrat Ignazio Cassis an einer Medienkonferenz im Bundeshaus. (Bild: Anthony Anex/KEY)

Bundesrat Ignazio Cassis an einer Medienkonferenz im Bundeshaus. (Bild: Anthony Anex/KEY)

Was fällt am Foto von Bundesrat Ignazio Cassis auf? Sein Lächeln, das Zustimmung erheischt? Seine Frisur, die eigentlich gar keine ist? Alles nicht von Interesse. Es ist das weisse Kreuz auf rotem Grund über Cassis’ Herz, das unsere Aufmerksamkeit erregt. Trägt er dieses nationale Abzeichen von Amtes wegen? Nein, zeigt eine kurze Recherche. Neben ihm schmückt sich damit im Bundesrat nur noch Ueli Maurer

Dieser Flaggen-Patriotismus berührt einen ein bisschen peinlich. Zumal ihn Donald Trump auch pflegt. Von einem Bundesrat nehmen wir gerne an, dass ihm sein Land am Herzen liegt. Wer allerdings mit der EU verhandeln muss, ist in der Schweiz stets dem Verdacht des Landesverrats ausgesetzt. Dann fühlt sich der Betroffene vielleicht gedrängt, Flagge zu zeigen. Eine Art Notwehr.

Vor allem für Cassis’ Amts­kollegen aus der SP ist dessen «Schwiizerchrüzli» eine Herausforderung. Müssen sie jetzt auch ihren Patriotismus vor sich hertragen? Der Linken wird gerne vorgeworfen, diesen der Rechten zu überlassen. In der hier besprochenen Form können sie das nun aber getrost tun.

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