Rebecca Clopath

Harz, Holz und Bärenklau: Diese Köchin hat eine etwas andere Philosophie

Gekocht wird nicht, was in den Topf kommt. Jede Zutat wählt die Bündner Jungköchin Rebecca Clopath mit grösster Sorgfalt aus. Abgerundet gern mit Düften von Harz, Holz oder Moos. Ein sommerliches Gespräch in Clopaths Heimatort in den Bündner Bergen.

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Rebecca Clopath gilt als die talentierteste Köchin der Schweiz. Ihre Wurzeln hat sie im Bündnerland, und hier, auf dem Biohof in Lohn, wo sie aufgewachsen ist, kocht sie derzeit auch. Und zwar vor allem das, was die Umgebung hergibt: lokale Produkte und Pflanzen aus dem Wald oder von der Wiese. Am liebsten bereitet sie ihre Speisen draussen zu, auf dem Feuer.

Dort, wo Rebecca Clopath lebt und kocht, in Lohn, hat sie Tele-Züri-Moderator Oliver Steffen zu einem «SommerTalk» getroffen. Die beiden haben nicht nur geredet, sondern auch Wiesenkräuter gesammelt und Focaccia mit Hanfsamen gebacken.

«Ich habe immer gern gegessen»

Lohn, das sei ein perfekter Ort für Kinder, sagt die ausgebildete Chefköchin über ihre Heimat. «Das ganze Dorf ist ein grosser Spielplatz.» Sie verbrachte vor allem viel Zeit in der Küche ihrer Mutter. «Sie hat mir schon früh beigebracht, wie man kocht – weil ich auch gern gegessen habe.» Kochen, das habe ihr von Anfang an Spass gemacht, Köchin werden, «das war immer mein Traum».

Diesen verwirklicht sie nun statt im Gourmettempel in der Abgeschiedenheit den Schweizer Bergen. Über den Tellerrand schauen, das findet sie wichtig. Aber: «Das heisst für mich nicht, irgendetwas aus Asien zu importieren, sondern zu schauen, was es hier in den Alpen alles gibt.» (smo)

Sehen Sie hier den «SommerTalk» mit Rebecca Clopath in voller Länge: