Getestet

Es wird jedes Jahr teurer: Doch ist das neue iPhone seinen Preis auch wert?

Apple zeigt mit dem neuen iPhone klare Kante und geht designmässig in Richtung iPhone 4 zurück. Das dürfte Apple-Fans freuen, alle anderen Handybesitzer dagegen kalt lassen.

Raffael Schuppisser
Drucken
Teilen
Das neue «iPhone 12» von Apple

Das neue «iPhone 12» von Apple

zvg

Dieses Handy flutsch einem nicht so rasch aus der Hand. Das neue iPhone hat (wieder) Kanten, an denen man es festhalten kann. Das ist nicht nur griffig, sondern zeugt auch von einer neuen Designsprache. Irgendeine Veränderung war bei Apple dringend nötig. Denn wenn man auf der Rückseite keine Kamera mehr hinzufügen, und auf der Vorderseite keinen Bildschirmrand mehr wegnehmen kann, muss man die Form ändern, um dem Smartphone einen neuen Look zu verpassen.

Unentschlossenen wird das Leben schwer gemacht, denn das
iPhone 12 gibt es in fünf Varianten: vom Mini bis zum Pro Max. Immerhin ist die eckige Form bei allen die gleiche.

Dabei knüpft der Hersteller an das Design des iPhone 4 aus dem Jahr 2010 an, das dieselben Kanten aufwies. Optisch könnte man von einem Retrohandy sprechen. Visionär ist das nicht. Es erinnert an eine Zeit, als Apple noch der unangefochtene Leader auf dem Smartphone-Markt war. Tempi passati. Nun kämpft Apple gegen Samsung und gegen die Chinesen. Auch in der Königsdisziplin: der Fotografie.

Wir haben die Kamera des iPhone 12 Pro in allen möglichen und unmöglichen Situationen getestet und mit den Fähigkeiten des Samsung-Primus verglichen – auch bei Dunkelheit, da Apple besonders stolz auf den Nachtmodus ist.

Beide gefallen uns, ein Urteil wollen wir uns nicht anmassen. Aber dafür ein Fazit: Wer schon immer eine iPhone-Beziehung führte, der wird auch am neuen Look Gefallen finden. Wer Apple bisher verschmäht hat, wird sich auch von den neuen Äusserlichkeiten nicht bezirzen lassen.