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Mit Hase Paul in der Röhre

Die pädiatrische Radiologie ist ein Fachgebiet der Radiologie des KSB. Die jungen Patienten verlangen manchmal nach einem unkonventionellen Umgang während der Untersuchung.

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Gesundheit Aargau

Stolz hält Simon, 8, die A4-grosse Urkunde in seinen Händen. «Für besondere Tapferkeit und tolle Mitarbeit», heisst es darauf. Erhalten hat er sie von Olaf Magerkurth, dem Leiter der pädiatrischen Radiologie. Dieser hat eben Simons Bauch mittels Ultraschall untersucht, weil beim achtjährigen Jungen der Verdacht auf eine Blinddarmentzündung besteht. Fehlalarm, wie sich jetzt herausgestellt hat.

Murmel verschluckt
Blinddarmentzündungen oder andere Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes sind nur ein Grund, weshalb die kleinen Patienten zu Olaf Magerkurth und seinem Team kommen. Konventionelle Röntgenuntersuchungen etwa bei Knochenbrüchen nach besonders wildem Spiel auf dem Trampolin oder bei der Suche nach Fremdkörpern, etwa verschluckten Münzen oder Murmeln, gehören ebenso zum Alltag wie das Erstellen von Röntgenbildern der Hand für Wachstumsprognosen. Einen besonderen Stellenwert haben in der Kinderradiologie, die sich an Kinder im Alter von 0 bis 16 Jahren richtet, die Vorsorge-Untersuchungen – etwa die Sonografie der Hüfte bei Neugeborenen zur Früherkennung von Hüftreifungsverzögerungen. «Wenn man diese rechtzeitig entdeckt, kann man sie mit guten Ergebnissen behandeln», so Olaf Magerkurth. Das bedingt aber ein vertieftes Wissen rund um den kindlichen Körper: «Kinder sind keine kleinen Erwachsenen.»

Wichtiger Strahlenschutz
Selbstredend, dass der Strahlenschutz bei allen Untersuchungen grossgeschrieben wird. «Und natürlich muss man mit den kleinen Patienten umzugehen wissen, damit sie motiviert mitmachen», betont Olaf Magerkurth. Das Licht beispielsweise dürfte nicht zu grell sein; das Gel für den Ultraschalluntersuch idealerweise warm – und bei manchen Röntgenuntersuchungen bleibt Stoffhase Paul auf der Röntgenröhre sitzen und hilft, die Kinder abzulenken. Magerkurth: «Ein einfühlsamer und manchmal auch unkonventioneller Umgang ist gefragt.»

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