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Gamen macht Kinder nicht dick

Videospiele machen Kinder und Jugendliche laut einer Studie nicht dicker. Im Gegensatz zum Fernsehen. Bei Erwachsenen sieht es etwas anders aus.

Videospiele begünstigen Übergewicht bei Kindern offenbar nicht stark. Das berichten Forscher nach der Auswertung von 20 Studien in der Fachzeitschrift «Social Science & Medicine». Demnach sind Erwachsene, die Computer- oder Videospielen nachgehen, zwar etwas dicker als Nichtzocker, aber der Effekt ist gering. Bei Kindern und Jugendlichen fanden die Forscher aus Würzburg und Linz gar keinen Zusammenhang.

Gamende Kinder bewegen sich nicht weniger

«Die Ergebnisse bestätigen die Annahme eines starken Zusammenhangs zwischen Videospielen und Körpergewicht nicht», sagt Caroline Marker vom Institut Mensch-Computer-Medien der Universität Würzburg. Für die Studie betrachteten die Wissenschafter nur Spiele, bei denen Menschen sitzen und Knöpfe drücken. Aktive Spiele mit grösseren Bewegungen, etwa Bowling oder Tanzen, können anderen Untersuchungen zufolge sogar Übergewicht vorbeugen. Zudem hatte kürzlich eine Motorikstudie in Deutschland ergeben, dass gamende Kinder sich nicht unbedingt weniger bewegen. Allerdings bewegen sich Kinder und Jugendliche ganz allgemein immer weniger. Die körperliche Alltagsaktivität in der Gruppe der 4- bis 17-Jährigen sank der Untersuchung zufolge in den vergangenen zwölf Jahren um mehr als ein Drittel (37 Prozent).

Erwachsene Gamen länger und ausdauernder

Warum Zocken bei Erwachsenen mit einem leicht erhöhten Gewicht einhergeht, aber nicht bei Heranwachsenden, wissen die Forscher nicht. «Es ist möglich, dass es sich um kumulierte Effekte handelt», sagt Erstautorin Marker. Eventuell hätten Erwachsene über die Jahre mehr Zeit mit Videospielen verbracht als Jugendliche, die sich oft nur vorübergehend intensiv mit Videospielen beschäftigten.

Studien zeigen, dass Fernseh-Sofahocker durchaus ordentlich Gewicht zulegen können. Auf die Frage, warum das bei Gamern nicht so ist, haben die Autoren mehrere mögliche Erklärungen: Zum einen verbrauche Spielen trotz des Sitzens mehr Energie ­ als Fernsehen. Zum anderen sei Knabbern beim Fernsehen einfacher als beim Zocken. Ausserdem könne TV-Werbung zu ­ka­lorienreichen Speisen verführen. (sda)

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