Zu Hause
Für TV-Wetterfrosch Jan Eitel ist der Garten das Fitness-Studio

SRF-Meteorologe Jan Eitel ist vor eineinhalb Jahren mit seiner Familie von Kleinbasel nach Oberwil BL in ein eigenes Haus gezogen. Dort legt er gerne beim Renovieren selbst Hand an. Und er geniesst die Weitsicht, die sich ihm hier bietet.

Silvia Schaub
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SRF-Meteorologe Jan Eitel posiert mit Söhnchen Luc in der offenen Wohn-Ess-Küche mit Bildern seiner Mutter an den Wänden.MATHIAS MARX

SRF-Meteorologe Jan Eitel posiert mit Söhnchen Luc in der offenen Wohn-Ess-Küche mit Bildern seiner Mutter an den Wänden.MATHIAS MARX

Man könnte sich hier fast irgendwo im Süden wähnen, würden sich nicht der Gempen und die Jurakette im Wasser des Swimmingpools spiegeln. Eine Palme, ein Olivenbäumchen und weitere südländische Pflanzen zieren den Garten von Jan Eitels Zuhause. Dieses aber steht in Oberwil, ganz in der Nähe, wo der Basler auch aufgewachsen ist.

Vor gut eineinhalb Jahren ist der Meteo-Moderator mit seiner Frau Natasa, einer Zahnärztin, und Sohn Luc (11⁄2) in das Haus aus den 1970er-Jahren eingezogen. Angetan hatten es ihm die hohen Räume des Hauses sowie das grosszügige Entree und das Treppenhaus mit Galerie. Ebenso mitentscheidend war für ihn die Weitsicht, die man von hier aus geniesst. Denn so kann der Meteorologe das Wetter besonders gut beobachten.

Heute ist Papa-Tag. Zur Verstärkung ist sein Vater hier, damit sich Jan Eitel ganz auf den Besuch konzentrieren kann. Das gelingt dann doch nicht ganz, weil Klein-Luc zeigen muss, wie schnell – und vor allem laut – er mit dem Polizeiauto durchs Wohnzimmer rasen kann. Da wird der Travertin-Boden zur idealen Rennstrecke.

Die kräftigen Oberarme hat er vom Gärtnern

Wir sitzen am Glastisch im Essbereich vor der offenen, eleganten Küche in Weiss und schwarzer Abdeckung. Jan Eitel in Diesel-Jeans und Shirt erzählt, was er seit dem Einzug alles renovieren liess und selbst ausgeführt hat. Seine kräftigen Oberarme hat er nämlich nicht etwa vom Herumtragen seines Sohnes im dreistöckigen Haus, sondern auch von den Gartenarbeiten. «Ich packe gerne an», sagt er lachend und berichtet, wie er ganze Hecken mit der Kettensäge zurecht gestutzt habe. Aber auch das Ausbuddeln von Wurzeln findet der 35-Jährige alles andere als mühsam. «Der Garten ist mein Fitness-Studio.» Auch für das Gartenhäuschen hat er das Fundament aus Zement selbst gegossen. Ganz ohne Maurer-Kenntnisse. «Das findet man heute doch alles im Internet», meint er souverän.

Damit sind die Umbau- und Renovationsarbeiten aber noch längst nicht fertig. Schon in den nächsten Tagen will er mit einem Kollegen den Gartensitzplatz neu verlegen. Der ist nämlich ziemlich schief. Und dann würde er auch gerne irgendwann einen Holzsteg neben dem Pool bauen. «Und ein paar Obstbäume einpflanzen.»

Das 7-Zimmer-Haus haben die Eitels in einem Mix von modernen Möbeln und solchen im Shabby-Chic-Stil eingerichtet. Sein Lieblingsstück steht neben dem Esstisch: ein antikes Kanu aus Indonesien, das in ein Weingestell umfunktioniert wurde. In fast jedem Raum findet man ein solches Stück im nostalgischen Stil. So auch auf der Galerie, wo er zudem eine Le-Corbusier-Liege stehen hat, die er auf einem Flohmarkt zu einem Schnäppchenpreis kaufen konnte. Ansonsten sind die Eitels keine besonderen Design-Liebhaber. «Wir haben auch das eine oder andere Ikea-Möbel», verrät er. Zum Beispiel für Günter und Miss Piggy. Das sind Jan Eitels Wasserschildkröten, die er seit seinem 7. Lebensjahr besitzt.

Mit Kochkünsten die Frau bezirzt

Im Moment hätten sie allerdings alles ein bisschen umstellen müssen, seit der Kleine überall raufsteigt, meint er entschuldigend. Im Wohnzimmer dominieren tatsächlich Lucs Kisten mit Spielsachen. «Das stört mich nicht», sagt Eitel. Viel mehr aber, wenn die Küchenbar mit dem schwarzen Vulkanstein aus Moçambique verstellt ist. Das kann ihn ganz schön nerven. Schliesslich steht er gerne auch mal hinter dem Herd und kocht indisch, zum Beispiel Tandoori Chicken mit Dal, einem Linsengericht. «So habe ich übrigens auch meine Frau verzaubert», meint er mit einem schelmischen Lächeln.

Was allerdings seiner Frau jeweils weniger behagt, ist, wenn er beim Händewaschen alles verspritzt. Dabei ist Wasser Eitels liebstes Element. Er ist ein leidenschaftlicher Surfer und Segler, der schon mit fünf Jahren seinen ersten Optimisten gesteuert hat.

Und auch da braucht es natürlich starke Oberarme. Vor allem wenn er sich auf dem Urnersee bei Föhnsturm mit 12 Beaufort in die Wellen wirft. «Ein absolut tolles Erlebnis», schwärmt er. Solche Winde sind in seinem Swimmingpool nicht zu erwarten, auch wenn der Meteorologe zur Verabschiedung noch in kurzen präzisen und auch für Laien verständlichen Worten die Prognosen fürs Wochenende erklärt. Die sehen leider nicht so gut aus.