«Frohsinn» Weinfelden: Die gut schmeckende Alternative

Der «Frohsinn» in Weinfelden, der zum eisernen Bestand der guten Gastronomie im Ort gehört, ist sowohl Restaurant als auch ein Ort regelmässiger kultureller Veranstaltungen. Das Lokal wird seit 1988 genossenschaftlich geführt.

Urs Bader
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Auch der Schriftzug des Weinfelder Restaurants will Frohsinn verbreiten. (Bild:  Nana Do Carmo)

Auch der Schriftzug des Weinfelder Restaurants will Frohsinn verbreiten. (Bild: Nana Do Carmo)

Beim Einkauf für die Küche wird auf fairen Handel und menschen- und umweltgerechte Produktion geachtet. Sie zeichnet sich auch durch die Bio-«Knospe» aus; die allermeisten in der Küche verarbeiteten Produkte sind also bio.

Seit kurzem obliegt die Geschäftsleitung des Lokals Küchenchef Sebastian Riedel und Chef de Service Arne Koch. Sie wollten am Charakter des «Frohsinn» und am Bewährten nichts ändern, sagt Arne Koch, eher an Details. «Aber natürlich kommen auch neue Gerichte auf die Karte.» Vegetarische Menüs spielen hier nicht nur bloss eine Nebenrolle, sondern sind gleichberechtigt mit Fleischgerichten. Am Mittag gibt es ein paar Menüvorschläge (mit Suppe und Salat ab ca. 20.–), aber auch ein Birchermüesli (10.50) und ein Wurst-Käse-Salat (18.–) werden serviert. Für den Abend gibt es eine gesonderte Karte, welche die fixe Auswahl ergänzt

Zuerst Vegi, dann Fleisch

Bei unserem Besuch wählten wir als Vorspeisen einerseits eine Randen-Kokos-Suppe (7.–) und anderseits Tagliatelle mit Kürbis, Birne, Wirz und Champignons (19.50/kleine Portion). Beides sehr wohlschmeckend und an diesem nasskalten Abend ein gelungener Auftakt. Dem folgten drei Empanadas mit einer rassigen Rindshackfleischfüllung und einem gemischten Salat, ein bewährter «Klassiker» auf der «Frohsinn»-Karte (27.–). Die Begleitung wählte von der Abendkarte zweierlei Braten vom Kalb und vom Rind, serviert mit Chnöpfli und Rotkraut, ein Gericht, das ebenfalls Anklang fand (25.–). Die Portionen sind angenehm bemessen, das Preis-Leistungs-Verhältnis passt. Wir genehmigten uns aber noch ein feines Dessert – einerseits Vermicelles mit Meringue und Vanilleglace, anderseits ein warmes Schokoladentörtchen mit Kokosglace und frischen Früchten (je 10.–).

Als Weinbegleitung wählten wir zunächst einen «Wyfelder Burgherrewy» vom Weingut Wolfer, einen süffigen Müller-Thurgau (6.–/dl). Beim Roten machten wir eine Entdeckung, die «Mariage beta 2015», ein Bio-Wein der Familie Halter in Schönholzerswilen. Die Trauben – Maréchal Foch, Léon Millot und Cabernet Jura, alle pilzresistent – wachsen im Kreuzlinger Seeburgpark. Daraus wurde ein vollmundiger, beeren-fruchtiger, samtiger Wein gekeltert, den man seinem Gaumen gerne zumutet. (46.–). Bilanz – wir verbrachten einen schönen Abend im «Frohsinn»: ein gelungenes Essen in einem einnehmenden Ambiente, aufgetragen von einem speditiven und freundlichen Service.

«Frohsinn»

Wilerstrasse 12, 8570 Weinfelden Tel. 071 622 30 40

www.frohsinn-weinfelden.ch

Öffnungszeiten: Mo–Sa 11 bis 23.30 Uhr.

Karte: Suppe/Salat ab 7.–, Hauptgerichte ab 21.–; verschiedene Mittagsmenüs, Betrieb mit der Knospe von Bio Suisse ausgezeichnet.