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Frieren für Tiere: Organisation demonstriert vor Gossauer Schlachthof

Am frühen Freitagmorgen haben sich 19 Demonstranten vor dem Schlachthof St.Gallen versammelt. Bei der Mahnwache nahmen sie Abschied von den Schlachttiere. In Zukunft will die Gruppe den Tieren in die Augen schauen.
Oliver Schneider
An einer ersten Demonstration nahmen 19 Veganer teil. (Bild: Oliver Schneider)

An einer ersten Demonstration nahmen 19 Veganer teil. (Bild: Oliver Schneider)

Die Organisation «St.Gallen Animal Save» wurde vor einem Monat gegründet. Sie ist Teil der Bewegung «The Save Movement», die sich auf der ganzen Welt gegen das Schlachten von Tieren einsetzt. In der Schweiz gibt es bereits sieben Gruppen - weltweit 560. «Wir wollten in St.Gallen aktiv werden, weil es einen der grössten Schlachthöfe schweizweit hat», sagt Organisatorin Carmina Wälti. Die Mahnwache ist der erste Event der Organisation - ein Probelauf. Es handle sich dabei um einen symbolischen Abschied von den Tieren. Morgens werden beim Schlachtbetrieb jeweils die Tiere angeliefert. Das erklärt auch die ungewöhnliche Zeit der Mahnwache. Dieses Mal werden die Demonstranten aber wohl keine Tiere sehen. «Unser Ziel ist es heute einfach, auf die Schlachtung aufmerksam zu machen», sagt Wälti.

Die letzten Minuten mit den Tieren verbringen

(Bild: Oliver Schneider)

(Bild: Oliver Schneider)

Schon bald werde die Gruppe aber auch mit dem Schlachthof Kontakt aufnehmen. Falls möglich, soll ein direkter Kontakt mit den Tieren geschaffen werden.

«In anderen Städten haben wir schon eine Erlaubnis, die Lastwagen anzuhalten und ein paar Minuten mit den Tieren zu verbringen.»

Währenddessen würden die Fahrer der Tiertransporter mit Kaffee und Kuchen verpflegt. «Es ist sehr emotional, den Tieren in ihren letzten Augenblicken in die Augen zu schauen», so Wälti.

Menschlicher Genuss rechtfertigt keine Tierschlachtung

Alle Teilnehmer der Mahnwache sind Veganer, das heisst sie verzichten auf sämtliche tierischen Produkte. Das Tierwohl liege ihnen aus ethischen Gründen am Herzen. Wälti versucht es in einem Satz zusammenzufassen: «Tiere nur für den menschlichen Genuss zu töten, ist unserer Meinung nach falsch.» Natürlich sei die Fleischproduktion auch aus umwelttechnischen Gründen unhaltbar. Natürlich seien an den Mahnwachen aber auch Nicht-Veganer herzlich willkommen.

Die Gruppe hat für die Mahnwache eine Bewilligung der Stadt Gossau eingeholt. Die Demonstranten sind deshalb nicht die einzigen, welche die kalten Morgenstunden vor dem Schlachtbetrieb verbringen. 100 Meter entfernt stehen zwei Polizisten, damit es auch zu keinen Übertretungen kommt. Denn die Bewilligung wurde nur für zwei Abschnitte von ungefähr zehn Metern erteilt.

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