Krankheitsüberträger

Sie kommen per Fahrzeug: In Basel machen Biologen Jagd auf Tigermücken

Im Tessin haben sie sich schon ausgebreitet, nun sind die Tigermücken in Basel angekommen. Die Einreise erfolgt nicht fliegend, sondern per Fahrzeug.

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Die tropische Tigermücke kann Krankheiten übertragen. Deshalb wird auch in der Schweiz genau beobachtet, wie und wo sie sich ausbreitet.

Im Tessin fühlt sich die Mücke bereits zuhause, nun ist sie im Grenzgebiet zwischen Frankreich und Basel aufgetaucht.

Dorthin sind die Insekten nicht etwa fliegend gelangt. «Die Mücken werden mit Fahrzeugen von Süden nach Norden gebracht», sagt Martin Gschwind, Biologe am Tropeninstitut in Basel.

Gschwind und sein Team sind in Basel den Mücken auf der Spur. Denn der Kanton will verhindern, dass sich diese dort in den Wohnquartieren ausbreiten.

Sie sticht auch am Tag

«Dort, wo die Mücke im Tessin unterwegs ist, gehen die Leute fast nicht mehr in die Gärten», sagt Stephan Husen von der Fachstelle für Gefahrenprävention des Kantonslabors Basel-Stadt. Denn: «Normale Mücken stechen eher am Morgen oder am Abend, die Tigermücke ist aggressiv und sticht auch am Tag. Das ist sehr lästig.»

Wo Mückeneier gefunden werden, sucht der Kanton Basel-Stadt das Gespräch mit den Grundeigentümern. Die Mückenlarven können mit einem Bakterium bekämpft werden, das ansonsten für Mensch und Tier ungefährlich ist.

Stephan Husen rät zudem, stehende Wasserflächen ums Haus herum zu vermeiden. Gefüllte Giesskannen zum Beispiel.

Bis jetzt ist in Mitteleuropa kein Fall einer Krankheitsübertragung durch die Tigermücke bekannt. (smo)