Schule wigoltingen

Keine Herausforderer bei der Schulbehördenwahl – warum die Kritiker verstummt sind

Im März wird die Schulbehörde der Volksschulgemeinde Wigoltingen gewählt. Trotz grossem Schulknatsch 2019 gibt es keine anderen Kandidaten für die Behördenwahl als die Bisherigen.

Sabrina Bächi
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Die Behörde der Volksschulgemeinde Wigoltingen stellt sich zur Wiederwahl im März.

Die Behörde der Volksschulgemeinde Wigoltingen stellt sich zur Wiederwahl im März.

Bild: Mario Testa (Wigoltingen, 26. November, 2019)

Vor knapp zwei Jahren hing der Haussegen in der Volksschulgemeinde Wigoltingen ziemlich schräg. Ende April 2019 kündeten sieben von zwölf Lehrpersonen aus der Oberstufe. Unstimmigkeiten mit der Behörde und den Schulleitern waren die Gründe. Die Kündigungswelle rief auch besorgte Eltern auf den Plan, die mit Kritik an der Behörde nicht zurückhielten. Eine Gruppe aus dem Dorf vereinte sich zur IG Wigoltingen, deren Sprecher, Michael Schätzle, des Öfteren die Vorgehensweise der Behörde und der Schulleiter kritisierte.

Nun stehen diesen Frühling Gesamterneuerungswahlen in der Volksschulgemeinde an. Wie Schulpräsidentin Nathalie Wasserfallen auf Anfrage bestätigt, lief die Frist für die Kandidatensuche am Montag ab. Für die Ämter zur Verfügung gestellt haben sich gemäss Wasserfallen ausschliesslich die Bisherigen.

Um die Kritiker wurde es ruhig

Von der IG Wigoltingen und auch von sonstigen Kritikern tat sich niemand hervor. Michael Schätzle erklärt, warum: «Viele Eltern, die sehr kritisch waren, wollen mit der Schule nichts mehr zu tun haben. Ihre Kinder sind schon aus der Schule oder haben nur noch ein halbes Jahr vor sich.» Ihm gehe es ähnlich. Es gab wohl einige Personen, die eine Kandidatur in Betracht zogen, letztlich sei nun aber nichts daraus geworden.

Für ihn selbst sei es keine Option, da er es für nicht sinnvoll erachtet, wenn der grösste Kritiker sich zur Wahl stellt. «Ich denke, ich habe vielmehr den Weg geebnet für andere Personen, sich zur Wahl zu stellen», sagt Schätzle. Weiter hat auch die Pandemiesituation dazu geführt, dass es um die IG Wigoltingen ruhig wurde. Die Zusammenkünfte seien wegen Corona ausgefallen und zudem «war es einfach wichtiger, dass die Behörde für die Schüler und Lehrer da sein konnte.»

Die Behörde sei nun selbstkritischer

Michael Schätzle, Sprecher IG Wigoltingen.

Michael Schätzle, Sprecher IG Wigoltingen.

Bild: PD

Dennoch ist Schätzle zufrieden mit der derzeitigen Situation rund um die Behörde.

«Sie sind nicht mehr so arrogant wie früher. Ich denke, sie haben gemerkt, dass es wichtig ist, selbstkritischer zu sein. Ich hoffe, wir haben ihnen diesbezüglich auch die Augen geöffnet.»

Weiter stelle er erfreut fest, dass auch die Schulbürger kritisch seien und genau hinsähen. Einziger Dorn im Auge sind Schätzle die beiden Schulleiter Mirko Spada und Philipp Zimmer. «Ich warte auf den Tag, an dem sie die VSG Wigoltingen verlassen», sagt er.

Die Gesamterneuerungswahlen finden am 7. März statt. Als Schulpräsidentin stellt sich Nathalie Wasserfallen zur Wiederwahl. Auch alle anderen Mitglieder der Behörde stellen sich für eine weitere Legislatur zur Verfügung. Es sind das Hanspeter Brauchli, Karin Reichmuth, Markus Werner sowie Urs Winistörfer. Es ist möglich, sich auch später noch zur Wahl zu stellen. Diese Personen werden allerdings nicht in den offiziellen Unterlagen erscheinen.

Auch in der Rechnungsprüfungskommission und bei den Urnenoffizianten gilt es Vakanzen zu besetzen. Diese werden an der nächsten Schulgemeindeversammlung, welche für den 27. April angelegt ist, gewählt. Allfällige Kandidaten können sich bei der Behörde melden.