Tintenfisch und Tiramisu im Appenzellerland

Seit neun Jahren wirten Pasquale und Olivia Brunitto im Restaurant Rank in Appenzell. Hier gibt es eine authentische mediterrane Küche.

Jürg Ackermann
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Pasquale und Olivia Brunitto in ihre grosszügig gestalteten Lokal.

Pasquale und Olivia Brunitto in ihre grosszügig gestalteten Lokal.

Pasquale Brunitto entdeckte seine Leidenschaft fürs Kochen schon früh. In seiner Jugendzeit in Neapel schwänzte er manchmal die Schule, um als Pizzaiolo zu arbeiten. Mit 19 Jahren kam er dann in die Schweiz und fasste in der hiesigen Gastronomie schnell Fuss.

Mit seiner Frau Olivia (einer gebürtigen Portugiesin) führte er erst Restaurants in Herisau und Stein – seit genau neun Jahren wirten die beiden nun mit Erfolg im «Rank» in Appenzell.

Das Restaurant ist aufgrund seiner Lage in einem modernen Geschäftsgebäude an der Hauptstrasse nach Gais nicht zu übersehen. Es verfügt über eine grosszügige Terrasse mit schönem Blick auf Alpstein und Appenzell und ist nicht nur für Stammgäste, sondern auch für Touristen ein beliebter Einkehrort.

Drei Italiener in der Küche

Wenn sich zudem, wie bei unserem Besuch, auch zahlreiche italienisch sprechende Gäste tummeln, ist das stets ein untrügliches Zeichen dafür, dass eine authentische mediterrane Küche angeboten wird. Das ist bei der Zusammensetzung der Küchenmannschaft auch nicht weiter verwunderlich: Neben dem gebürtigen Neapolitaner Brunitto wirken im «Rank» auch Köche mit Wurzeln in Sizilien und Rom.

Panzanella - Brotsalat mit Burrata, Cherrytomaten und Basilikumpesto.

Panzanella - Brotsalat mit Burrata, Cherrytomaten und Basilikumpesto.

Die wunderbare Vielfalt des italienischen Essens ist auf der Karte schnell ersichtlich. Vom Vitello Tonnato, über den Insalata Caprese, die Penne all’Arrabiata bis zum panierten Kalbsschnitzel mit Ei und Parmesan (Piccata Milanese) sind hier viele typische Gerichte unseres Nachbarlandes zu haben.

Wir wählten zur Vorspeise den gegrillten Tintenfisch (16.50) sowie den Brotsalat mit Cherrytomaten, Burrata und Basilikumpesto (15.50) – eine vorzügliche Wahl, wie sich zeigen sollte. Ebenso begeisterte uns das hausgemachte Tiramisu (9.50) zum Dessert – und natürlich die Pizza aus dem Holzofen.

Perfekt war nicht alles: Bei den selbst gemachten Tagliatelle mit Rindsfiletspitzen, Steinpilzen und Cherrytomaten (24.50) hätten wir uns noch etwas mehr Charakter gewünscht und beim Tintenfisch ging die Joghurtsauce vergessen. Doch er schmeckte auch so hervorragend und das Versehen war wohl auch dem regen Betrieb geschuldet.

Das grosszügig und modern gestaltete Restaurant war an diesem verregneten Sonntag Mittag bis auf den letzten Platz besetzt. Dabei zeigte sich auch, wie familienfreundlich es ist und wie gut es sich für Feiern und Bankette eignet.