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«Schwarzer Bären» oberhalb St.Gallen: Gourmettipp mit Bahnanschluss

Die Appenzeller Bahn schlängelt sich von der Stadt St.Gallen zum «Schwarzen Bären» hinauf. Bei der Haltestelle befindet sich das gleichnamige Restaurant, seit April ist es wieder offen.
Melissa Müller
Spitzenkoch Florian Nolting serviert auch Bodenständiges wie Wurstsalat. (Bild: Benjamin Manser)

Spitzenkoch Florian Nolting serviert auch Bodenständiges wie Wurstsalat. (Bild: Benjamin Manser)

Wir setzen uns in den Garten mit Bodenseeblick. Der erfrischend-leichte, blumige Apéritif des Hauses (Erdbeeren, Limetten, Sekt, Holunderblütensirup, Fr. 6.50) stimmt uns auf den lauen Sommerabend ein. Und Küchenchef Florian Nolting begrüsst uns persönlich. Beim Salat verweist er stolz auf sein Dressing aus Apfelsaft, an dem er lang herumgetüftelt hat.

Der 40-Jährige, der vorher Küchenchef in der «Falkenburg» war, erkochte sich in Deutschland 15 «Gault-Millau»-Punkte. Das sieht man den Tellern im «Schwarzen Bären» an. Und so wird schon ein bunter knackiger Salat (11.–) zum Festschmaus: Dazu werden drei Brotecken serviert, mit einer Crème aus Dörrtomaten und Ruccola, einem Aufstrich aus grünen Oliven und Mandeln sowie einem Bärlauchdip. Würzige Aromen, die begeistern.

Der Rüeblisalat ist mit schwarzen Pünktchen übersät – was das wohl ist? «Mohnsamen», klärt Nolting auf. Auch in den niedrigen Räumen des Appenzellerhauses mit dem klobigen dunkelbraunen Mobiliar hat etwas Eleganz Einzug gehalten – weisse Tischtücher, Kerzenlicht, Blumen.

Auf Wunsch vegan

Die Zitronengras-Limetten-Suppe und die Spargelcrème-Suppe mit Schlagrahm (Fr. 9.–)sind schmackhaft, aber so reichhaltig, dass sie schon für sich allein eine Mahlzeit ergeben. Dabei erwartet uns ja noch der Hauptgang. Die Zucchetti-Schiffchen, gefüllt mit Quinoa und Peperoni, schwimmen kunstvoll angerichtet auf einem roten Seelein aus Tomatensalsa (Fr. 27.–). Der Sugo hat einen Tag lang vor sich hin geköchelt und schmeckt entsprechend aromatisch nach Sommer und Tomaten.

Florian Nolting bezeichnet seinen Kochstil als «international pulsierend». Und weil er schon in einem Biocafé in München gearbeitet hat, ist es für den Bayer selbstverständlich, dass er auch Veganes und Vegetarisches auf die Karte setzt – wie die Bärlauch-Quark-Pizokel (24.–). Auch das Poulet-Cordon-bleu mit Rosmarinschinken und Appenzeller Käse (29.–) habe sich bei seinen Gästen bereits etabliert.

Leider reicht unser Appetit nicht mehr für eine der Dessertkreationen, wie lauwarmer Mohnkuchen mit frischem Erdbeerragout und Mango Sorbet (14.–). Das holen wir nach, wenn wir demnächst am «Schwarzen Bären» vorbei spazieren. Oder wir lassen uns von der kleinen Karte verführen, zu einem Stück hausgemachtem Chäsfladen oder Tageskuchen. Nolting sucht sein Glück zwischen Blumenwiesen und Bahngleisen. Kein einfaches Unterfangen, aber so könnte es ihm gelingen.

Restaurant Schwarzer Bären

Speicherstrasse 151, 9011 St. Gallen

071 223 33 44 www.schwarzer-baeren.ch

Öffnungszeiten: Mi 17.30 bis 23 Uhr, Do und Fr von 11 bis 23 Uhr, Sa und So von 9 bis 23 Uhr

Karte: Hauptgerichte 24.– bis 42.–, 4-Gänge-Menu 75.–, Kleine Karte ab 9.–

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