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Millefeuille - das Tausendblatt

Ingrid Schindler

Nicht mit 10 bis 15 Schichten, sondern gleich mit 1000 Blättern macht die Cremeschnitte von sich reden. Dabei sind es gar nicht so viele wie beim Baumkuchen. Auch das Tausendblatt ist eine legendäre Kreation, die der französische Meisterkoch ­Varenne in seinen Kochbüchern im 17. Jahrhundert erwähnte und Marie-Antoine Carême (1785–1833), der berühmteste Koch seiner Zeit, zur Meisterschaft brachte.

Carême bekochte Talleyrand, Napoleon, den russischen Zaren, britischen König oder österreichischen Kaiser und war auch für die Millefeuille berühmt. Das Sahneschnittchen besteht aus mehreren Lagen (Krokant-)Blätterteig, abwechselnd bestrichen mit Marmeladen, ­Vanille- oder Beerencrèmes und Schlagrahm sowie Puderzucker, Zuckerguss und Beeren on the top.

Das französische Wort Millefeuille bedeutet übrigens auch Schafgarbe und Wirrwarr.

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