Mediterran teilen und geniessen im neuen Restaurant Greco am Burggraben

Das griechische Restaurant am Burggraben 22 in St.Gallen ist kaum wieder zu erkennen, seit Kostas Cholevas es von seinen Eltern übernommen hat.

Melissa Müller
Drucken
Teilen
Halboffene Küche, viel Weiss und bunte Häppchen: das aufgefrischte «Greco» in St.Gallen.

Halboffene Küche, viel Weiss und bunte Häppchen: das aufgefrischte «Greco» in St.Gallen.

Lisa Jenny

Vier Frauen posieren für ein Selfie vor einer grossen weissen Eselsfigur im «Greco». Das griechische Restaurant am Burggraben 22 in St.Gallen ist kaum wieder zu erkennen, seit Kostas Cholevas es vor bald einem Jahr von seinen Eltern übernommen hat. Die dunklen Möbel haben weissen Stühlen, hellem Holz, Klinkersteinwänden und Olivenbäumchen Platz gemacht. Lampen baumeln an Seilen, die an das Tau von Fischerbooten erinnern. Die süsslichen Gitarrenklänge, die aus den Boxen plätschern, lassen an Strandferien am türkisblauen ägäischen Meer denken.

Der 26-jährige Inhaber beschäftigt 14 Angestellte. Die kompetente Chef de Service Daniela Debeye rät uns zur Einstimmung zu Meze Parea (29 Franken). Die kleinen, frischen Gerichte des Mittelmeerraumes und des Orients eignen sich perfekt zum Teilen. Im «Greco» werden sie auf einem Holzbrett gereicht: knuspriges, noch warmes Pitabrot, Maiskolben an Knoblauchbutter, frittierte Zucchettischlangen und frittierte Halloumistücke. Dazu drei Dips: Tirokafteri, eine pikante Creme aus Feta, Joghurt und Paprika, Tzatziki und Auberginenmousse. An Olivenöl und Fett wird dabei, wie es sich für die griechische Küche gehört, nicht gespart.

Reservieren empfohlen

Auch die sechs saftigen Champignons, mit cremigem Frischkäse gefüllt (11.50 Franken), sind so schmackhaft, dass wir uns fast darum streiten. Zum Dessert locken Loukoumades, honigtriefende knusprig frittierte Teigbällchen. Auf den Barstühlen vor den Jugendstilfenstern mit Blick auf den Kantipark nippen wir an mediterranen Cocktails: einem erfrischenden Mandarinenspritz (10 Franken) und einem Greek Mule (15 Franken) aus dem griechischen Schnaps Skinos Mastika, Ingwerbier, Heidelbeeren und einem Rosmarinzweig.

Der Laden brummt. Eine Reservierung sei besonders am Wochenende zu empfehlen, sagt Geschäftsführer Shkelqim Syla. Auf der Karte findet sich so ziemlich alles, was man sich unter griechischer Hausmannskost vorstellt: Den Klassiker Moussaka, frittierte Calamares, den Fleischspiess Gyros mit Poulet oder Schwein. Aber auch gefüllte Pitas, die griechische Antwort auf Fast Food, laufen mittags gut. Etwa die «Pita Artemis», gefüllt mit Haloumikäse, Blattspinat, Kabis, Pistazien, Feigen, Cherrytomaten und Preiselbeeren (23.50 Franken). Hier verpflegen sich auch Kanti­schüler von der Kanti am Burggraben, die vis-à-vis liegt.

Unser Fazit: Die moderne Auffrischung hat dem «Greco» gut getan. Der junge Inhaber trifft den Zeitgeist, die Preise sind fair. Besonders zu empfehlen sind die Meze. Ein geselliger Genuss, wobei sich jeder selbst aus Schüsselchen und Schälchen bedienen und von allem ein wenig kosten kann.

Greco Greek Fine Food

Burggraben 22, 9000 St.Gallen

info@grecofinefood.ch, 071 525 55 51, www.grecofinefood.ch

Öffnungszeiten: Mo–Do: 11–23 Uhr, Fr–Sa: 11–24 Uhr, So 11–23 Uhr

Karte: Grosses Angebot an griechischen Speisen, auch Take-away