Probiert: Ein kleines Fläschchen voller Wurzelkraft

Das Trendgetränk Ginger Shot brennt wie Feuer. 

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Der Ingwershot

Der Ingwershot

Der Ginger-Shot im 60-ml-PET-Fläschchen springt uns im Kühlregal der Migros zwischen Saftschorlen und Smoothies ins Auge. Vielleicht ist das neue Trendgetränk eine moderne, wenn auch kalte Version von Grossmutters Ingwertee, wie wir ihn bei Halsschmerzen und Erkältung einst getrunken haben? Seit eh und je sagt man der Ingwerwurzel viele positive Eigenschaften nach: Sie soll das Immunsystem stärken, bei Verdauungsbeschwerden helfen und gegen Erkältungen und Kater wirken.

Seinem Namen «Shot» macht der Trunk alle Ehre, denn jeder Schluck brennt wie Feuer – erst auf der Zunge, und dann im Hals. Kein Wunder, besteht so ein Fläschchen neben 9 Prozent Ingwer aus 15 Prozent Zitronensaft und etwas Apfelessig. Ausserdem enthält es 40 Prozent Apfelsaft, Agavendicksaft und weissen Tee.

Ähnlich teuer wie ein Espresso

In der Migros kostet ein Ginger-Shot 3.20 Franken und ist damit ähnlich teuer wie ein Espresso. Allerdings x-mal teurer als ein gewöhnlicher Apfelsaft – oder Grosis Ingwertee von anno dazumal. Während ein Espresso (ohne Zucker) kalorienfrei ist, bringt es der Ginger-Shot mit seinen 15 g Zucker auf 66 Kalorien. Und trotzdem: Als wir uns wenige Tage später aufmachen, um Nachschub zu besorgen, ist das Regal beinahe schon leergekauft.

Ursula Wegstein