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In der «Villa am See» ist es draussen am schönsten

Schon die Vorspeise ist ein kulinarisches Erlebnis in der «Villa am See». Wer an einem Sommerabend hier zwischen Rorschach und Horn im Garten sitzt, erlebt nicht nur einen Genuss erster Güte für den Magen, sondern auch für die Augen.
Rolf App
Das Wirtepaar Peter und Silvia Runge-Clerici in der «Villa am See». (Bild: Benjamin Manser)

Das Wirtepaar Peter und Silvia Runge-Clerici in der «Villa am See». (Bild: Benjamin Manser)

Der Abend ist perfekt, aber die Einfahrt ins Grundstück an der Strasse von Rorschach nach Horn hätten wir doch beinahe übersehen. Die klassizistische Villa wird ebenso verwaist sein wie der verglaste Pavillon, denn an diesem Tag wollen alle draussen sitzen.

Mit Blick auf den See und auf die angrenzende Wiese, auf Bäume, Segelschiffe und jene Badenden, die das kühle Wasser des Bodensees nicht scheuen. Und weil unten ein Strandweg durchführt, gibt es auch immer wieder etwas zu sehen. Mehr als einmal kommt uns der Gedanke: Was für ein Paradies Peter und Silvia Runge-Clerici da mit ihrer «Villa am See» für sich gewonnen haben.

Fleisch in allerbester Qualität

Allerdings: Sie müssen auch etwas tun dafür. Denn einfach da sitzen an diesem sommerlich milden Abend und vielleicht etwas trinken, das wäre uns und allen andern denn doch zu wenig. Immerhin hat der «Gault-Millau» Runges «Villa am See» mit 16 Punkten bewertet, und auf seiner Website findet sich ein Text der NZZ, der davon handelt, wie der Gastrokritiker zuerst mit dem Zug ins (von Zürich aus) entlegene Goldach fährt, dann noch ein gutes Stück laufen muss – und am Ende doch zum Urteil gelangt: Das hat sich aber gelohnt.

Gelohnt hat es sich auch in unserem Fall. Nur kurz schwanken wir. Das Mistkratzerli an Rosmarinbutter (zu 35.–) wäre eine Möglichkeit. Oder die US-Rindsfiletwürfel «Stroganoff» (49.–). Oder eine der Spezialitäten vom Grill – wie das Biokalbssteak vom Schrofenhof (52.–). Dann fällt uns das Vier-Gänge-Menu (ab zwei Personen, zu 95.– pro Person) ins Auge, und die Entscheidung ist gefallen. Dazu wählen wir zwei leichte, sehr gut passende Weine: den erfrischenden Riesling Trocken vom Weingut Bibo & Runge in Hallgarten, danach den fruchtigen Flor das Tecedeiras aus Portugals Portweinregion (beide zu 8.– pro Deziliter).

Schon die Vorspeise ist ein kulinarisches Erlebnis: Ein Stück Tuna- Sashimi, ein Häufchen Vitello Tonnato, weiter hausgebeizten Lachs und ein Salatbouquet. Beim Probieren halten wir instinktiv inne, weil wir die wunderbaren Aromen auskosten wollen. So gemächlich geht es weiter. In sehr kleinen Stücken wandert das knusprige Rotbarbenfilet mitsamt den Diepoldsauer Spargeln an Sauce hollandaise in unsere Mägen. Auf frischen Eierschwämmli an Rahmsauce nahen dann zwei Scheiben eines sehr zarten US-Rindsfilets, die uns zufrieden und satt zurücklassen.

Nach einer Pause folgt das Dessert. Die Variation von Erdbeeren und Rhabarber verwöhnt uns mit fruchtigem Erdbeersorbet, luftiger Rhabarbermousse und Pannacotta mit Rhabarberkompott. Gut behütet vom aufmerksamen Servicepersonal haben wir so einen schönen Sommerabend am See verbracht.

Restaurant Villa am See

Seestrasse 64, 9403 Goldach

Telefon 071 845 54 15

www.villa-am-see.ch

Öffnungszeiten: 11.30–14.30 Uhr, 18–23 Uhr, Montag und Dienstag Ruhetag

Karte: Hauptgänge 35.- bis 59.-; Spezialitäten vom Grill 52.- bis 69.-; Menu 95.- (ab 2 Personen)

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