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Küchenlatein: Was ist Chörbliwasser?

Dieses spezielle Wässerchen kennt kaum noch jemand. Ausser im St.Galler Rheintal und im Emmental.
Ingrid Schindler

Am Grabserberg im St. Galler Rheintal und im Emmental stellt man eine alte Spezialität her, die kaum noch jemand kennt: Chörbliwasser. Darunter versteht man einen alkoholfreien, milchig-trüben «Schwachstrom-Pastis», der durch Wasserdampfdestillation gewonnen wird und Heil und Segen in allen Lebenslagen bringen soll. Der Name Chörblichruut steht für geruchsintensive, an Anis erinnernde Doldengewächse wie Gartenkerbel und vor allem Süssdolde. Das Wasser wird gut geschüttelt, damit sich die ätherischen Öle an der Oberfläche auflösen, kalt und pur getrunken oder mit Wasser verdünnt. Seine Verwendung wurde früher bei Schuppenflechte, eitrigen Wunden, zur Blut- und Mund­reinigung, Magenstärkung, Entwässerung und Blutdrucksenkung empfohlen. In der Region Werdenberg SG hat es immer noch den Status eines Heil- und Hausmittels. Mit Glück bekommt man das rare Chörbliwasser in Drogerien oder im Volg in Grabs und Räfis. Es ist im Patrimoine culinaire aufgeführt.

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