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Guide Michelin: Zwei Erfahrene und ein Senkrechtstarter in der Ostschweiz

Das neue Ranking des Guide Michelin liegt vor: Im Kanton St.Gallen haben drei Restaurants erstmals einen der begehrten Sterne erhalten. Der Rest der Ostschweiz geht leer aus.
Urs Bader

Über drei Restaurants in der Ostschweiz ist neu ein Michelin-Stern aufgegangen: über der «Neuen Blumenau» in Lömmenschwil, «Jakobs Esszimmer» in Rapperswil-Jona und «Paul’s by Schützelhofer» in Widnau. Mit Bernadette Lisibach und Bernd Schützelhofer werden zwei bewährte Kräfte ausgezeichnet, mit Markus Burkhard ein Senkrechtstarter. Alle drei haben schon 16 Gault-Millau-Punkte erhalten.

Insgesamt zählt man jetzt in der Ostschweiz zwölf Sterne-Lokale, darunter zwei mit zwei Sternen. Schweizweit sind es 128 Restaurants mit einem oder mehreren Sternen.

«Kochen ist für mich ein Handwerk»

Bernd Schützelhofer kocht seit Ende 2013 im «Paul’s» in Widnau, erbaut als Fabrikantenvilla, später als Kantine genutzt, heute ein sympathisches Lokal. Der Österreicher ist damit wieder in der Nähe seines Heimatdorfs Hard; in Höchst hat er die Lehre gemacht. Dazwischen ist Schützelhofer viel herumgekommen, hat in Spitzenlokalen gekocht, zuletzt im «Kronenhof» in Pontresina. Mehrfach ist er ausgezeichnet worden, jetzt kommt ein Stern dazu. Schützelhofers Küche ist so inspiriert wie bodenständig. «Kochen hat weder mit Spielerei noch mit Kunst zu tun. Für mich ist es ein Handwerk, das erlernt werden muss», hat er einmal gegenüber dieser Zeitung gesagt. Die Kreativität komme erst später. Sein Credo: «Qualität ist alles, das Produkt ist der Hauptdarsteller.» Aus seiner Küche macht er kein Geheimnis – auf der Homepage stellt er verlockende Rezepte zur Verfügung. Und 2018 hat er sein erstes Kochbuch vorgelegt: «Einfach perfekt».

Mit viel Erfahrung steht in der Neuen Blumenau auch Bernadette Lisibach am Herd. Der Stern war überfällig. Seit Ende 2011 führt sie die lange Tradition des Lokals weiter – als Fixstern für Geniesser. «Bodenständigkeit auf allerhöchstem Niveau», heisst es auf der Homepage: Das beschreibt viele ihrer Gerichte, die sie zubereitet, sehr genau. In «Lisis Menü» etwa gibt es knusprige Crêpes-Röllchen gefüllt mit gesalzenem Wädli, sodann sautiertes Hackfleischtätschli und Huft-Spiessli vom Ostschweizer Kalb und Wachtelspiegelei sowie eine Sauce mit schwarzem Trüffel aus Umbrien.

Im «Jakob» setzt Koch Markus Burkhard seit Ende 2015 konsequent auf eine regionale Küche. Dafür arbeitet sein Team eng mit Bauern, Fischern und Metzgern zusammen. Das Gemüse stammt aus bio-dynamischem Anbau. «Wir mögen das Pure, handwerklich Einzigartige, die Reduktion auf das Wesentliche und Nachhaltige», lautet das Credo. Unsere Testerin vermerkte dazu kürzlich in der Rubrik «aufgetischt»: «Vermeintlich Gewöhnliches wird mit Raffinesse zubreitet... Diese Art von Essen ist ein Erlebnis, das wie ein besonderer Film noch lange nachhallt.»

Hinweis

Guide Michelin Schweiz, 416 S., Fr. 33.–, ab 8.2. im Buchhandel

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