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Dorfbeiz für Anspruchsvolle

Ida Sandl
Das Restaurant Hecht in Ermatingen hat sich seinen Charme als Dorflokal bewahrt. (Bild: Andrea Stalder)

Das Restaurant Hecht in Ermatingen hat sich seinen Charme als Dorflokal bewahrt. (Bild: Andrea Stalder)

Nein, sie sind kein Ehepaar. Ivana und Marek Leitman müssen immer wieder erklären, dass sie Geschwister sind. Bruder und Schwester, 31 und 34 Jahre alt, die zusammen ein Restaurant führen. Nicht irgendein Restaurant, sondern den «Hecht» in Ermatingen mit langer Geschichte und grün bemaltem Täfer in der Gaststube. Mitten im Dorf behauptet sich das stattliche Gebäude. Ivana und Marek Leitman sind erst vor etwa acht Jahren aus der Slowakei in die Schweiz gekommen, nachdem die Mutter einen Schweizer geheiratet hatte. Die Geschwister geschäften nicht zum ersten Mal miteinander. Sie haben vor fünf Jahren das Kletterzentrum in Tägerwilen gegründet, das Ivana Leitman noch heute führt. Marek Leitman ist gelernter Koch, ein eigenes Restaurant war sein Traum. Schwester Ivana ist für die Zahlen zuständig, sie hat Buchhalterin gelernt. Als der Ermatinger «Hecht» zur Pacht ausgeschrieben war, haben sie nicht lange überlegt. Innerhalb eines Monats war der Vertrag unterschrieben. Ein wenig Bedenken hätten sie schon gehabt, sagt Ivana Leitman. «Werden uns die Ermatinger akzeptieren?»

Die Kretzer essen auch die Zürcher gerne

Mittlerweile haben sich die beiden eine kleine treue Kundschaft geschaffen, die regelmässig in den «Hecht», kommt. «Vor allem unsere Kretzer sind sehr beliebt», sagt Ivana Leitman. «Dafür kommen sogar Leute aus Zürich.»

Kretzer gibt es auch auf dem gemischten Fischteller, den wir bestellen. Dazu Egli, Zander und Hecht. Als Beilage entscheiden wir uns für Spinat und Petersilienkartoffeln. Dazu wird eine Tatarsauce gereicht. Das Ganze kostet 39.50 Fr., dafür gibt’s reichlich Fisch, sehr gut zubereitet. Den Fisch beziehen Leitmans vom örtlichen Fischer, doch wenn der Bodensee zu wenig hergibt, dann kauft er zu. Die regionale Herkunft sei ihnen bei ihren Produkten wichtig, sagt Ivana Leitman. Ebenfalls zu empfehlen ist die sämige Bärlauchsuppe mit frischem Kräutergeschmack, der nicht zu aufdringlich ist (9 Fr.). Das Cordon Bleu Diabolo (39.50 Fr.) macht seinem Namen alle Ehre, schön scharf mit Peperoncini. Das Kalbsschnitzel ist gross genug, um auch hungrige Esser satt zu machen.

Zum guten Schluss gibt es ein hausgemachtes Dessert. Die Crème Brülée (10 Fr.) ist gelungen, sehr fein im Geschmack mit zarter Kruste. Ein spezielles Lob verdient der aufmerksame Service. Das dürfte Ivana Leitman sehr freuen. Denn nach einem guten Kellner hätten sie lange gesucht. Ein hübsches Plus: Stofftischdecken und Silberbesteck. Trotzdem hat sich der «Hecht» seinen Charme als Dorf-Restaurant bewahrt. Wer eine gute klassische Küche schätzt, der kommt im «Hecht» auf seine Kosten.

Restaurant Hecht

Schiffländestrasse 25, 8272 Ermatingen, 071 664 16 15

www.hecht-ermatingen.ch

Öffnungszeiten: Mittwoch bis Sonntag, 10 bis 14 Uhr und ab 17 Uhr

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