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Die Roten aus der Waadt werden immer besser – dank neuer Traubensorten

Während die lokale Confrérie des Vignerons sich ausschliesslich auf die Qualität der Arbeit in den Weinbergen um Vevey konzentriert, benotet Terravin die Qualität der Waadtländer Weine.
Hugo Berchtold

Terravin ist die Vereinigung des kantonalen Winzerverbandes, Jedes Jahr wählen Önologen und Weinexperten aus über 1000 eingereichten Mustern die besten Weine. Seit 1963 werden Weisse, die den strengen Anforderungen genügen, mit den Lauriers d’Or Terravin ausgezeichnet

25 Kriterien bewertet

Die Qualitätskriterien von ­Terravin gehen dabei weit über diejenigen der kontrollierten Ursprungsbezeichnung AOC hinaus. Analysiert und bewertet werden über 25 Kriterien. Letztlich erhalten weniger als 10 Prozent der Waadtländer Weinproduktion das runde Qualitätslabel Lauriers d’Or Terravin.

«Dies ist nicht eine Auszeichnung eines traditionellen Degustationswettbewerbs, wie es viele gibt, sondern ein Qualitätslabel», betont Philippe Herminjard, Sekretär von Terravin.

Die runde, goldene Etikette auf der Flasche soll dem Weinliebhaber die Wahl erleichtern: «Der mit dem Lauriers d’Or ausgezeichnete Tropfen garantiert durchwegs Qualität, er steht aber nicht für einen Einheitstrend. Unter den ausgezeichneten Weinen gibt es zahlreiche Unterschiede, die jeweils Ausdruck des Terroirs und der Philosophie der Winzer sind.»

Garamet und Garanoir

Seit 2007 wird unter den weissen Terravin-Weinen durch eine Expertenjury im Cupverfahren zusätzlich ein Wein mit den ­Lauriers de Platines gekrönt. Seit 2017 geschieht dasselbe auch mit den Roten, welche das Terravin- Label erhalten haben.

Die Degustation für die roten Lauriers de Platins im Mai 2019 zeigte einmal mehr, dass die Waadtländer Rotweine in den letzten Jahren deutlich an Qualität zugelegt haben. Und noch ein Trend bestätigte sich: Unter den 16 Weinen im Final war kein Pinot noir mehr vertreten, es dominierten die Sorten Gamaret und Gara­noir, obwohl deren Anbaufläche noch keine 10 Prozent ausmacht.

Diese neuen Traubensorten wurden in der Eidgenössischen Forschungsanstalt Changins herangezüchtet und werden nun – neben Genf und Wallis – vor allem in der Waadt angebaut. Die Neuzüchtungen dürften auch wegweisend für die Zukunft der Waadtländer Roten sein.

Das hat seinen Grund:

Die eleganten Waadtländer Pinots stehen mit den meist etwas gehaltvolleren Blauburgundern aus der Deutschschweiz in Konkurrenz.

Da hätten es die kräftigen, tanninbetonten, dunklen Gamaret-­Garanoir-Weine leichter, zum unverwechselbaren Markenzeichen der neuen Waadtländer Roten zu ­werden, erklärt Pierre Monachon, Winzer und Präsident von Terravin.

Im Final um die roten Lauriers de Platines 2019 schwang die Assemblage Dominoir 2017 (Bild) aus Gamaret, Merlot und Cabernet franc von der Cave des Ros­sillonnes, La Côte AOC, obenaus. Ein eleganter, rotbeeriger Roter mit schön eingebauten Tanninen. Er platzierte sich knapp vor der von der Zusammensetzung her etwas ungewöhnlichen Cuvée Eucharis 2017 (Cabernets dorsa -franc -sauvignon, Merlot) der Cave Mirabilis, Côtes-de-l’Orbe AOC. Ein kräftiger, charaktervoller Roter mit ausgeprägten Holznoten. Beide Weine sind exzellente Begleiter für sommerliche Grillabende.

Weitere Infos und Rangliste: www.terravin.ch

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