Das «Thurtal» heisst jetzt «Misky Takly» und bringt den Geschmack der Anden auf den Tisch

Gutbürgerlich sieht es aus, das «Thurtal» in Eschikofen, Gemeinde Hüttlingen. Ein schmucker Landgasthof, Riegelbau, einladend. Peruanische Küche würde hier niemand vermuten.

Ida Sandl
Hören
Drucken
Teilen
Hoffen auf Erfolg mit der Küche Perus: Koch Willibaldo Alarcón und Wirt Rodolfo Facundo.

Hoffen auf Erfolg mit der Küche Perus: Koch Willibaldo Alarcón und Wirt Rodolfo Facundo.

Reto Martin

Doch das Thurtal heisst jetzt Miski Takiy, was in Chechua, der Sprache der Ureinwohner Perus und Boliviens, soviel bedeutet wie Genuss und Lied. Genau das möchte Wirt Rodolfo Facundo seinen Gästen auch bieten. Gutes Essen und dazwischen immer wieder musikalische Leckerbissen. Nicht nur Panflöte, sondern Latin Jazz und im Sommer Salsa. Rodolfo Facundo und Willibaldo Alarcón, der Küchenchef, sind mit Herzblut bei der Sache. Als Gast fühlt man sich vom ersten Augenblick an willkommen. Die Gaststube ist heimelig, fast wie ein Wohnzimmer, hier kommt man auch mit anderen Gästen ins Gespräch.

Pisco in vielen Variationen

Eins vorweg: Die traditionelle peruanische Küche, wie sie im Miski Takiy serviert wird, ist ein Ausflug zu unbekannten Geschmäckern. Angefangen beim Pisco sour, dem in Peru allgegenwärtige Cocktail aus Traubenbrand mit einer Haube aus geschlagenem Eiweiss. Das Restaurant nennt sich auch Pisco Bar und bietet deshalb eine schöne Auswahl an Piscos, auch als Longdrinks. Den klassischen Pisco gibt es ab 14 Franken, den Longdrink ab 15 Franken.

Die Getränkekarte ist noch in Arbeiten, denn das Miski Takiy gibt es erst seit Mitte November. Neben peruanischen Weinen werden auch europäische Gewächse auf der Karte stehen. Speziell sind die Softdrinks. Zum Beispiel Inca Kola (0,33 zu 6 Fr.), die Limonade der Anden, die an Gummibärchen erinnert. Noch exotischer schmeckt Chica aus lila Mais, hausgemacht von Willibaldo Alarcón.

Zum Essen wählen wir als Vorspeise den Quinoa-Salat mit Gurke und Avocado. Die gerösteten Maiskörner verleihen ihm einen nussigen Geschmack. Tesoro del Inca, Schatz der Inkas heisst der Quinoa-Salat auf der Speisekarte (10.50 Franken). Auch die zweite Vorspeise, Papa al la huancaina (12.90 Fr.), begeistert uns. Lauwarme Kartoffeln, Eier und Oliven in einer Currysauce. Als Hauptspeise hätten wir gerne ein Fischgericht getestet, doch wegen der Feiertage wurde Fisch nicht frisch geliefert und war deshalb nicht verfügbar. Das spricht für die Qualitäts-Standards des Restaurants. Stattdessen wählen wir Aji de Gallina. Gezupftes Pouletfleisch angemacht mit einer Currysauce, gekochten Eiern und Oliven (25.50 Fr.). Wer gerne Saucen mag, kommt hier auf seine Kosten. Eigentlich sind wir satt, können aber unsere Neugierde aufs Dessert nicht zügeln. Die Wahl fällt auf Mazarmorra morada, ein frischer Pudding aus lila Mais mit Früchten (6.50 Fr.), ebenfalls hausgemacht und mit spezieller Note.

Miski Takiy


Hauptstrasse 19, 8553 Eschikofen,  Telefon 071-558-23-30

info@miskitakiy.ch, www.miskitakiy.ch

Öffnungszeiten: Mittwoch bis Sonntag 11 bis 14 Uhr und 17 bis 23 Uhr.