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Bäumig: Der Kuchenkönig

Ingrid Schindler

Nomen est omen. Gustav Buchwald hat 1852 in Cottbus ein Konditorei-Café gegründet und sich auf die Baumkuchenfabrikation spezialisiert. Cottbus war damals eine reiche Tuchmacherstadt, und der teure Kuchen kam in den betuchten Kreisen hervorragend an. Erfunden hat Buchwald das Backwerk nicht, aber sein Rezept war sozusagen unnachahmlich. Der Name des Kuchens, der so schön zu dem des Konditormeisters passt, kommt daher, dass Teigschichten aus Butter, Zucker, Eiern, Mehl, Vanille und Salz – kein Backpulver! – Schicht für Schicht früher um einen Buchenstamm, später um eine Metallwalze gewickelt, drehend über offener Flamme gebacken werden.

Im Querschnitt erinnert er an die Jahresringe eines Baums.

Die aufwendige Herstellung liess ihn zum König der Kuchen und zur obersten Disziplin der Bäckerkunst werden. In verschiedenen Formen kennt man ihn seit dem Mittelalter. Da Buchwalds Kreation auch den preussischen König überzeugte, durfte er sich ab 1883 königlicher Hoflieferant nennen. Er verlagerte sein Geschäft an die Spree und eröffnete die älteste Konditorei Berlins.

Nach wie vor ist Baumkuchen von Buchwald ein Klassiker. So süchtig machend, dass mit Zuckerguss oder Schokolade überzogene Baumkuchenringe, -spitzen oder -torten auf keiner noblen Feier in Berlin fehlen. Ganz billig ist die Spezialität auch heute nicht. Sie erfreut sich bis nach Japan und USA grosser Beliebtheit.

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