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«Es riecht so gut»

Warum tun Sie das eigentlich? Weil sie nicht wusste, wie man ein Floss baut, hat Josephine Götz «Päng!» erfunden: Ein Magazin über das Leben draussen. Cathrin Michael
Hält «Päng!» in ihren Händen: Chefredaktorin Josephine Götz. (Bild: pd)

Hält «Päng!» in ihren Händen: Chefredaktorin Josephine Götz. (Bild: pd)

Josephine Götz, warum braucht die Welt schon wieder ein neues Magazin?

Josephine Götz: Es gibt Tausende Frauen-, Auto- und Handarbeitszeitschriften. Ein liebevoll gestaltetes Magazin mit einer authentischen Sprache und Werkcharakter für junge Erwachsene findet man eher selten.

Das Motto der ersten Ausgabe heisst «Endlich wieder draussen spielen». Brauchen die jungen Menschen von heute eine Anleitung dafür?

Götz: Wir wollen nicht sagen, dass alle Menschen händchenhaltend und nackt über Wiesen rennen sollen. Aber wenn das jemand macht, ist das doch schön. Die sind sicher glücklich (lacht).

Und Sie, haben Sie früher zu wenig gespielt oder wie kam die Idee, ein eigenes Heft zu gründen?

Götz: Ich lag in Frankreich an einem Fluss und blätterte durch meine obligatorischen Ferienzeitschriften. In einem fand ich einen Artikel über zehn Apps, die man für die Ferien braucht.

Und die haben Sie sofort heruntergeladen?

Götz: Nein, eben nicht. Ich dachte, warum soll ich mitten in der Natur an meinem Handy hängen? Viel mehr hätte mich interessiert, wie man ein Floss baut. Dadurch kam die Idee von einem Heft, das mir genau solche Sachen erklärt.

Wie ging's nach diesem Einfall weiter?

Götz: Ich habe meine Abschlussarbeit im Studium darüber geschrieben, wie man ein Magazin lanciert. So konnte ich während der Unterrichtszeit Zielgruppen befragen und habe geschaut, was es auf dem Markt schon gibt.

Stiessen Sie von Anfang an auf offene Ohren?

Götz: Viele sagten: «Das ist doch Irrsinn, probiere doch was anderes, ein E-Paper zum Beispiel, aber lass das mit dem Print.»

Sie haben Sich trotzdem für ein gedrucktes Magazin entschieden. Warum tun Sie das eigentlich?

Götz: Unser Heft riecht gut. Nach Papier und Handarbeit, wie ich mir das immer vorgestellt habe. Ich weiss, dass wir nicht die am besten ausgebildeten Redaktoren haben, aber alle sind mit Herzblut dabei.

Junge Menschen fahren Velo, gehen an Flohmärkte und recyceln. Was ist daran neu?

Götz: Nichts, ich finde es eher erschütternd, dass es etwas Besonderes ist, wenn wir am Wochenende grillieren gehen, eine Pflanze setzen oder eine Socke stopfen. Solche Banalitäten sind sogar für viele ein Grund, in einem Blog darüber zu schreiben.

Aber Sie machen daraus doch ein ganzes Magazin. Wo ist der Unterschied?

Götz: Wir müssen nicht schreiben, wie wundervoll Flohmärkte sind. Unsere Leser wissen das auch so. Wir geben konkrete Tips, zum Beispiel wie man ein Baumhaus baut.

Sie erklären auch, wie man aus Wasser, Mehl, Hefe und Salz ein Brötchen bäckt.

Götz: Wir wollen unsere Leser nicht überfordern. Für sie soll das Lesen eine Pause sein, etwas, worauf man sich freut. Wie früher, als wir den Tigerenten-Club geschaut haben (lacht).

Und, wissen Sie jetzt, wie man ein Floss baut?

Götz: Noch nicht, aber vielleicht ab dem 4. Juli, dann erscheint das zweite Heft… (lacht).

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