Einschreibe-Briefe künftig elektronisch

Österreich startet den ersten dualen Zustellservice.

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Der per Post versandte eingeschriebene Brief ist bei unserem Nachbarn bald Geschichte. Künftig sollen Schreiben, die eine Empfangsbestätigung für den Absender erfordern, elektronisch an die Bürger übermittelt werden. Denn der elektronische Zustelldienst ermöglicht es, dass Dokumente jederzeit und überall in Sekunden sicher übermittelt und garantiert an den wirklichen Adressaten zugestellt werden. Das ist nicht nur ein einfaches E-Mail, sondern beinhaltet alle rechtssicheren Zustellarten.

Dahinter steckt ein neues System von Raiffeisen Informatik (RI), die ermöglicht, behördliche, aber auch private Einschreiben vollständig elektronisch zu versenden. Das duale System soll jedoch auch sicherstellen, dass ein Empfänger, der elektronisch nicht erreicht werden kann, das Schriftstück über den normalen Postweg erhält, sagt Geschäftsführer Wilfrid Pruschak. Primär richtet sich das Angebot an Behörden, die Schriftstücke nun auf elektronischem Weg an die Bürger übermitteln können. «Hier schlummert ein enormes Sparpotenzial für den Staat, aber auch für Private, denn die elektronische Zustellung ist bedeutend billiger als der herkömmliche Weg.»

Das Potenzial für den elektronischen Zustellservice liegt bei etwa 60 Mio. Sendungen, die jährlich in Österreich per Einschreiben versendet werden. Darunter befinden sich alleine 46 Mio. behördliche Schriftstücke. Derzeit kostet ein eingeschriebener Brief bis zu 6,85 Euro, ein digitales Einschreiben rund 95 Cent. (pte)

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