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Villa Kunterbunt:
Eine Woche allein zu zweit

Sind Ferien ohne Kinder den Nervenzusammenbruch nach der Rückkehr wert?
Roger Berhalter

Die Fäuste hämmern gegen die Kinderzimmertür, die ich von aussen zuhalte, weil gerade nichts anderes mehr hilft. War es das wirklich wert? Kurz darauf, gefühlte Stunden später, schlafen die Kinder endlich, und die Antwort ist wieder klar: Ja, natürlich war es das wert, diese eine Woche allein zu zweit, ohne Kinder!

Statt Familie waren wir wieder einmal nur Paar und haben gemacht, wozu wir viel zu selten kommen. Ganze Tage haben wir im Liegestuhl verlesen; ich habe sogar jenes Buch endlich fertig geschafft, das zuvor während Monaten unberührt geblieben war. Wir sassen im Restaurant und konnten uns aufs Essen (und Trinken!) konzentrieren. Stundenlang haben wir geredet und dabei Sätze beendet, Ideen entwickelt, Gedanken gesponnen. Und immer haben wir gespielt die Augen verdreht, wenn ein Kind in der Nähe quengelte. Nach unserer Rückkehr, beim Gute-Nacht-Sagen, standen wir dann plötzlich vor einem synchronen und ausgedehnten Nervenzusammenbruch. Willkommen zu Hause...

Eines Tages, wenn wir alt sind und viel zu oft allein zu zweit, wenn keine Fäuste mehr gegen Türen hämmern, dann werden wir uns vielleicht wieder fragen: War es das wert? Ich bin sicher, wir müssen nicht lange nach der Antwort suchen.

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