Ein Versprechen

Peter Heilker: Der Name dürfte vor zehn Jahren nur wenigen geläufig geworden sein, als der jetzt Gewählte schon einmal als Dramaturg in St. Gallen gearbeitet hat. Dramaturgen sind hinter den Kulissen. Den Applaus holen sich andere.

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Peter Heilker: Der Name dürfte vor zehn Jahren nur wenigen geläufig geworden sein, als der jetzt Gewählte schon einmal als Dramaturg in St. Gallen gearbeitet hat. Dramaturgen sind hinter den Kulissen. Den Applaus holen sich andere.

Auch jetzt, als Chef, sieht Heilker seine Aufgabe diskret darin, «gute Leute zusammenzubringen». Und den Werken gerecht zu werden. Das tönt nicht nach Egotrip, sondern nach Dienst an der Kunst. Und sein Beziehungsnetz aus München lässt hoffen, dass erstklassige Stimmen weiterhin oder noch vermehrt in St. Gallen zu hören sein werden.

Die Zeichen stehen also auf Kontinuität. Aber nicht nur. Das vernachlässigte zeitgenössische Musiktheater hat in ihm einen kundigen Fürsprecher. Von Ruth Berghaus ist der Satz überliefert: «Ich kann dem Zuschauer gar nicht genug zumuten.» Heilker scheint vom St. Galler Publikum so überzeugt zu sein, dass er ihm auch Neugier auf Neutöner (nicht nur auf neuen Musical-Sound) zutraut. Peter Surber

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