Egomanen auf der Couch

«Und morgen bring ich ihn um» – der Leidensbericht einer Chefsekretärin schaffte es in die Bestsellerlisten. «Der Arschloch-Faktor» von Robert I. Sutton ist derzeit vergriffen. Bücher über egomanische Chefs, rücksichtslose Manager und grössenwahnsinnige Politiker haben Hochkonjunktur.

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«Und morgen bring ich ihn um» – der Leidensbericht einer Chefsekretärin schaffte es in die Bestsellerlisten. «Der Arschloch-Faktor» von Robert I. Sutton ist derzeit vergriffen. Bücher über egomanische Chefs, rücksichtslose Manager und grössenwahnsinnige Politiker haben Hochkonjunktur. Gerhard Dammann, Chefarzt in der Psychiatrischen Klinik Münsterlingen und Spitaldirektor der Psychiatrischen Dienste Thurgau, bezieht sich stellenweise auf diese Bücher, seine Analyse erschöpft sich aber nicht in einseitigen Beispielen, sie kommt auch ohne Ressentiment-Pflege aus. Dammann, der sich seit Jahren mit Borderline-Störung und Narzissmus auseinander setzt, kennt beide Seiten – Wirtschaft und Psychologie. Der 43jährige studierte Medizin, Psychologie, Gesundheitsökonomie und er absolvierte das MBA. (kf)

«Narzissten, Egomanen, Psychopathen in der Führungsetage, Fallbeispiele und Lösungswege für ein wirksames Management», Gerhard Dammann, Verlag Haupt, 2007