Echte Helden braucht die Welt

Robin Hood bis Greenpeace: Vorbildliche Träumer

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«Ich habe einen Traum», sagt Martin, als er kein kleiner Bub aus Atlanta im US-Südstaat Georgia mehr ist, sondern ein Mann der grossen Worte und wirkungsvollen Taten: «Ich habe einen Traum, dass meine vier kleinen Kinder eines Tages in einer Nation leben werden, in der sie nicht nach ihrer Hautfarbe, sondern nach ihrem Charakter beurteilt werden.» Und so weiter: Weisse, Schwarze, Juden, Moslems, Christen friedlich und gleichberechtigt an einem Tisch. Stille. Dann donnernder Applaus. – Die Wirklichkeit sieht anders aus, noch im Jahr 2010.

Mit dieser Rede gegen Rassismus und Ungleichheit, gehalten im August 1963, ging der Baptistenprediger Martin Luther King in die Geschichte ein. Er machte es sich aber nicht mit Träumen von einer besseren Zukunft für Schwarze und andere unterdrückte Bevölkerungsgruppen auf dem Sofa bequem, sondern ging für seine Überzeugungen auf die Strasse.

Er brachte die Massen auf die Beine, konnte viele Menschen für seine guten Absichten gewinnen und kämpfen, oft gegen erbitterten Widerstand – und das ausschliesslich friedlich, ohne Gewalt. Sein spannendes Leben (es endete am 4. April 1968; er wurde von einem Attentäter erschossen) erzählt Katrin Hahnemann als Geschichte der Bürgerrechtsbewegung, immer mit Blick auf eine glückliche Wendung, von der Martin Luther King kaum zu träumen gewagt hat: Die Wahl Barack Obamas zum Präsidenten Amerikas.

Soviel Mut und Einsatzbereitschaft spornt an, auch zum Weiterlesen. Wir empfehlen: die Lebensgeschichte Robin Hoods – und einen Sammelband über die vielen Wege, ein Held zu werden und zu bleiben. (bk.)

Katrin Hahnemann: Martin Luther King. Wer ist das? Ab 9. Bloomsbury, Fr. 22.90 Gerold, Hänel: Wer war Robin Hood? Ab 9. Jacoby & Stuart, Fr. 20.50 Rolf-Bernhard Essig: Wann ist ein Held ein Held? Ab 12. Hanser, Fr. 27.90

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