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Drei Stars tragen diesen Sommer ganz nostalgische Mode

Die Mode der 90er-Jahre feiert mit Plateausneakers, Radlerhosen und Co. ein Revival – nicht jedermanns Sache. Doch der Stil dieser Zeit hatte durchaus faszinierende Seiten. Diese drei Frauen setzten in der Dekade modische Highlights.
Rahel Koerfgen

Sie hält sich erstaunlich wacker: Die Mode der 1990er-Jahre gab vor zwei Jahren ein Comeback und prägt noch immer die aktuellen Kollektionen. Ein Abklingen des Hypes? Nicht in Sicht. Was für Stilbewusste ein Fluch ist – denkt man an die klobigen Plateausneakers, Teva-Schlappen, an die Radlerhosen, an Neonfarben und die bauchfreien Tops. Da ist wirklich nichts Anmächeliges dabei, wir haben uns hier bereits früher darüber beklagt.

Das soll jetzt aber nicht ein weiteres Klagelied werden, sondern ein Hinweis, dass alles seine schönen Seiten hat. Auch die 1990er-Jahre.

Abgesehen von den vielen Sünden war die Mode der 1990er auch geprägt durch einen Minimalismus, der in der Dekade zum ersten Mal seinen Auftritt hatte und jetzt wieder für Furore sorgt. Dazu gehörten die Naked Sandals – Sandalen mit dünnen Riemchen und mittelhohem Absatz –, aber auch Haarreife, Hemdkleider und Outfits in dezentem Beige. Das war der coole Street-Style damals von Carolyn Bessette-Kennedy, der vor zwanzig Jahren verunglückten Gemahlin von John F. Kennedy jr. Ihr Stil wirkt noch heute modern, die blonde Frau mit dem sexy verklärten Blick war ihrer Zeit um Jahre voraus. Man könnte sie als die Stilikone der 1990er-Jahre bezeichnen – wären nicht zwei weitere Damen, die ebenso ein Anrecht auf den Titel haben.

Die Prinzessin des Grunge-Stils und die Mutter des Heroin Chic

Winona Ryder zum Beispiel, dieses feenartige Geschöpf mit den wunderschönen Rehaugen, die in den 1990ern zu den talentiertesten und bestbezahlten Schauspielerinnen gehörte, ehe sie auf Klautour ging und so ihre zerbrechliche Psyche offenbarte. Nie hat sie sich davon erholt, dass sie nach dem Riesenerfolg mit Filmen wie «Das Geisterhaus» oder «Meerjungfrauen küssen besser» gestrauchelt ist – aber ihre Mode von damals bleibt unsterblich. Ryder kann als Prinzessin des Grunge-Stils bezeichnet werden, sie trat schon sehr früh in hochgeschnittenen Jeans und ausgebeulten Lederjacken plus Band-Shirts auf dem roten Teppich auf.

Sie gilt als Erfinderin der Oversized-Blazer, Jacken getragen in Übergrösse, die sich heute in jedem gut sortierten Kleiderladen finden und jedem Outfit eine gewisse Nonchalance verleihen. Sie war die Muse von Marc Jacobs, jenem US-Designer, der in den 1990er-Jahren startete und heute einer der Etablierten im Modezirkus ist.

Und da wäre Kate Moss. Die Britin sorgte in dem Damen-Trio wohl für am meisten Kontroversen. Nicht nur wegen ihrer knabenhaften, anorektischen Figur, sondern auch wegen ihres Hangs zu ausschweifenden Partys und ihres unnahbar wirkenden Wesens. Das Supermodel prägte den Begriff des Heroin-Chic, der für blasse Haut, dunkle Augenringe und sehr dünne Körper steht. Sie stellte ihren knochigen Körper zur Schau, in transparenten Kleidchen mit extradünnen Trägern etwa, sodass die schmalen Schultern erst recht ins Bildfeld rückten: In der Zeit, als Moss zum Supermodel avancierte, kamen erstmals die Spaghettiträger bei Tops und Kleidern auf, die heute zu den Klassikern im Kleiderschrank gehören. Auch derbe Boots und nicht blickdichte Shirts, Blusen und Kleider, wie sie Moss damals mit Vorliebe trug, sind heute wieder im Trend. Vergisst man also die grelle Neon-Welt, die Schattenseite der 1990er, und denkt an diese drei Damen und ihren Stil, kann es einem recht sein, dass die Nostalgie für die Mode der 1990er-Jahre wohl noch nicht so schnell abklingen wird.

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