Draussen
Bio oder Wellnessfaktor? – Machen Sie den Test und finden Sie heraus, welcher Garten am besten zu ihnen passt

Gärten spiegeln wider, wie ihre Schöpfer die Welt sehen oder von ihr gesehen werden wollen. Wir machen es umgekehrt und ermitteln via Test, welcher Garten am besten zu Ihrer Persönlichkeit passt.

Katja Fischer De Santi
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Das wär Typ 1: Die versierte Naturgärtnerin

Das wär Typ 1: Die versierte Naturgärtnerin

Bild: Mint Images / RF

Endlich Frühling! Alles strebt nach draussen, und wer das Privileg eines eigenen Gartens oder Balkons hat, der stürmt jetzt die Gartencenter oder greift zu Hacke und Rebschere. Das Grün um uns herum hat im letzten Jahr eine gewaltige Aufwertung erfahren als sicherer Rückzugs- und Erholungsort, um tätig zu bleiben und nicht immer an das Virus denken zu müssen.

Grüne Enttäuschungen vorbeugen

Doch Garten ist nicht gleich Garten. Die Grünflächen sind so individuell wie die Ansprüche und vor allem die Fähigkeiten ihrer Besitzer. Pflegeleicht ist nicht unbedingt artenreich, das Trampolin der Kinder zerstört den englischen Rasen, und das Gemüsebeet braucht Zeit und Frustrationstoleranz. Wer sich zuerst kurz überlegt, was er kann und von seinem Garten erwartet, beugt bitteren Enttäuschungen vor. Oder wüsste zumindest, auf was hin er gärtnern könnte. Darum 12 Fragen und je fünf nicht nur ernst gemeinte Antwortmöglichkeiten.

Und so geht's: Bei jeder Frage genau eine Antwort auswählen, keine Frage auslassen, sonst gibt es kein Resultat. Dann schauen ob Realität und Traumgarten übereinstimmen.

Oder Sie lesen hier: welcher Gartentyp ihnen am meisten entspricht. Augenzwinkern inklusive

Bild: Mint Images Rf / Mint Images RF

1. Der Bio-Naturgarten:

Gratulation, wer diese Punktzahl erreicht, versteht was vom Gärtnern und den Kreisläufen der Natur. Ihr Traumgarten ist ein wildes Stück Bioreservat mit einer Artenvielfalt, die eine Auszeichnung verdient hätte. Rasenflächen sind Ihnen ein monokultureller Graus. In Ihrem Garten gibt es Magerwiesen, üppige Staudenbeete, moosige Tümpel, Holzhaufen, Beerenhecken und überall summende Insekten. Thujaheckenbanausen bezichtigen Sie gerne der gärtnerischen Unordnung und Faulheit. Da stehen Sie darüber und rühren ruhig den Pflanzensud zum Düngen an. Bei Ihnen wächst als bio und regional. Zugegeben, etwas überfordernd ist so ein Naturgarten manchmal schon. So ganz überall müsste das Johanniskraut ja nicht wachsen.

Jasmina007 / E+

2. Der Gemüsegarten/Bauerngarten

Der Sinn des Gärtnerns liegt bei Ihnen im Resultat, sprich der Ernte. Eigene Tomaten, frischer Salat, Schnittblumen und riesige Kürbisse machen Sie glücklich. Sie gehören zum raren Typus Mensch, der sich beim Hacken und Jäten entspannen kann und sich darauf freut, den Kompost zu wenden. Selbst im Januar sieht man Sie im Gemüsebeet Rosenkohl schneiden. Im Sommer stehen Sie eine Stunde früher auf, um den Garten zu wässern. Der Geruch von frischer Erde macht Sie glücklich, und gerne teilen Sie Ihre reiche Ernte mit der halben Nachbarschaft. Einen Liegestuhl haben Sie auch, aber darin sieht man Sie höchstens sonntags liegen und nie für lange. Irgendwas gibt es doch immer zu tun.

AN­ER­KEN­N­UNG "GÄRTEN DES JAH­RES 2020": BRI­GIT­TE RÖDE - PLA­N­UNGSBÜRO GAR­TEN UND FR­E­IRAUM

AN­ER­KEN­N­UNG "GÄRTEN DES JAH­RES 2020": BRI­GIT­TE RÖDE - PLA­N­UNGSBÜRO GAR­TEN UND FR­E­IRAUM

Bild: GARY ROGERS

3. Der ästethische Garten mit Wellnessfaktor:

Sie mögen klare Linien, saubere Abschlüsse. Ihr Traumgarten hat ein Farb-, Licht- und Bewässerungskonzept. Dem Zufall, sprich der Natur würden Sie am liebsten nur das Blühen überlassen, den Rest haben Sie oder ihre Gartenarchitektin geplant. Ihre Bibliothek an stylishen Gartenbüchern ist umfassender als ihre Gartengerätschaft und wenn Sie nicht schon einen haben, dann sparen sie auf einen Aussenpool/Schwimmteich. Ihr Garten soll Ruhe und Schönheit ausstrahlen. Pflanzen suchen Sie nicht nach ihrem ökologischen Nutzen, sondern passend nach Ihrem äste­thischen Konzept aus. Der Garten ist für Sie dann eine Erholungszone, wenn sich Ihr anspruchsvolles Auge an nichts stört.

Bild: Daniel Durgan / Eyeem / EyeEm

4. Der Allzweck-Familien- und Partygarten

Dieser Garten ist in Einfamilienhausquartieren überproportional oft vertreten und selten eine Augenweide. Denn er muss für fast alles herhalten – ausser zum Gärtnern. Grillieren tun Sie sehr viel öfter und lieber als jäten. Der Sitzplatz ist darum das Zentrum Ihres Gartens, das Grün drumherum sollte einfach nicht zu viel Arbeit machen. Ihre Rasenfläche haben Sie zugestellt mit Trampolin, Schaukel und Kinderpool. Für eine Ecke mit Feuerschale haben Sie gerade noch Platz gefunden. Vielleicht hätten Sie durchaus gärtnerische Ambitionen, aber Ihr stressiger Alltag lässt jeden Rosenstrauch verdorren und den Traum vom englischen Rasen haben sie längst begraben. Die Artenvielfalt in Ihrem Garten ist tief, dafür der Spassfaktor hoch.

Bild: U. J. Alexander / iStockphoto

5. Der pflegeleichte Nicht-Garten

Manche Menschen haben einen Garten und wissen gar nicht recht wozu. Sie scheinen gemäss Ihrer Punktezahl zu dieser Gattung zu gehören. Für Sie ist es unverständlich, dass man sich in seiner raren Freizeit mit Spaten und Hacke im Garten abmühen kann. Zumal man sich diese Sisyphusarbeit ja wirklich mit genügend Kies, Schotter und Gartenvlies ersparen kann. Wenigstens in Ihrem Garten wollen Sie alles unter Kontrolle haben. Zu viel natürliche Wildheit ist Ihnen suspekt, und Sie sind auch nicht der Typ, der morgens Barfuss an Blumen schnuppert. Lieber kärchern sie zweimal pro Jahr die Sitzplatzplatten und streichen regelmässig den Zaun. Was würden sonst die Nachbarn denken? Apropos, die könnten ihren Ahorn auch mal zurückschneiden.