Hightech-Halsband
Bald können Sie mit Ihrer Katze telefonieren

Ein neues Halsband mit GPS- und Telefonfunktion soll das Leben von Katzenbesitzern sorgenfreier machen.

Lorenzo Berardelli
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Das Büsi mit Halsband-GPS-Telefon.

Das Büsi mit Halsband-GPS-Telefon.

5second - Fotolia

Warum ist sie zu dieser späten Stunde noch nicht zurück? Sie hätte doch schon lange wieder zu Hause sein müssen. Sie geht zwar ab und zu fremd, doch so lange war sie noch nie weg. Könnte die Katze doch nur einmal von sich hören lassen.

Das ist jetzt möglich mit dem Weenect Cats, einem in Frankreich eigens entwickelten Halsband für Katzen. Es ist GPS und Telefon zugleich und ermöglicht ein noch engeres Verhältnis zwischen Katz und Mensch. Doch braucht man das wirklich? Herkömmliche GPS-Tracking-Systeme konnten sich bereits erfolgreich unter Beweis stellen, um verloren gegangene Haustiere zu orten. Ein Mikrofon, ein Lautsprecher. Was soll diese zusätzliche technische Spielerei?

Diese Funktionen ermöglichen es dem Besitzer, seiner Katze zu telefonieren, wenn er diese tagsüber alleine zu Hause lassen muss. «So kann er ihr zureden und sie beruhigen», erklärt Bénédicte de Villemeur-Vieille vom Herstellerteam weenect. Zudem könne er die Mieze jederzeit zu sich nach Hause rufen, sobald sich diese davon zu weit entfernt. Ein Alarm signalisiert, wenn sie ihr Territorium verlässt. So kann zeitgerecht eingeschritten werden, um die Katze vor möglichen Gefahren zu schützen.

Klein, aber oho!

«Weenect Cats ist das kleinste GPS-Telefon der Welt», weiss die Unternehmerin. Es ist so klein wie ein USB-Stick und mit seinen nur 25 Gramm extrem leicht. Und präzis ist es obendrein: Die Position der flauschigen Haustiere kann es auf drei Meter genau angeben. Das Signal funktioniert in über 80 Länder. So könne die Katze bedenkenlos in die Ferien mitgenommen werden. «Es gibt keine Distanzeinschränkung – Sie können in Marseille sein und die Katze in Paris, es funktioniert tadellos», sagt de Villemeur-Vieille.

Um eine verirrte Katze zu finden, kann man das Halsband läuten lassen oder ihren Aufenthaltsort mittels Smartphone-App auf eine der drei Ortungsmöglichkeiten ausfindig machen: Karte, Kompass und erweiterte Realität. Letztere Option zeigt mithilfe eines Smartphone-Fotoapparates, wo sich die Katze befindet. Die Akkulaufzeit beträgt etwa vier Tage.

Das Gerät kostet 79 Franken und wird mit einem Guthaben für einen Monat und einer integrierten SIM-Karte ausgeliefert – voraussichtlich Mitte Dezember.

In weniger als einem Monat wurden bereits mehr als 1000 Exemplare vorbestellt. Wer sich noch eins ergattern möchte, soll sich beeilen.