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Fast jeder dritte Schweizer schnarcht – Mit diesen Tipps kann man etwas dagegen tun

Der durchschnittliche Schnarcher ist übergewichtig und im mittleren Alter. Einige ­entwickeln dabei eine gefährliche Krankheit mit nächtlichen Atemaussetzern.
Angela Barnetta
Wenn das Schnarchen die Nachtruhe stört, wird es Zeit zu handeln. (Bild: Getty)

Wenn das Schnarchen die Nachtruhe stört, wird es Zeit zu handeln. (Bild: Getty)

Die Chance, dass man das Bett mit einer Schnarcherin oder einem Schnarcher teilen muss, ist relativ hoch. 30 Prozent der Schweizerinnen und Schweizer schnarchen regelmässig. Bei den über 60-Jährigen ist es bereits die Hälfte. Hält das nächtliche Sägen an, kann das auf die Dauer nicht nur die Beziehung, sondern auch die Gesundheit beeinträchtigen.

Der durchschnittliche Schnarcher ist laut den Medizinern männlich, mittleren Alters und meist übergewichtig. Eine sehr grosse Zunge oder ein weit hinten liegender Unterkiefer können das geräuschvolle Sägen ebenfalls begünstigen. «Während wir schlafen, nimmt die Spannung der Muskeln im Rachen ab», erklärt der Hals-Nasen-Ohren-Arzt Josef Vavrina. «Das Gewebe wird schlaff und kann beim Einatmen vibrieren, was das klassische Schnarren zur Folge hat.» Schnarcht jemand mit geschlossenem Mund, könne die Zunge die Ursache sein. Hat er ihn offen, weist dies auf Probleme im Rachen hin.

Von der Bissschiene bis zum Anti-Schnarch-Öl

Mittel gegen das Schnarchen gibt es viele. Das Angebot reicht von Bissschienen und Spangen, welche den Atemweg freihalten, über eine spezielle Trainingsmethode der Rachenmuskulatur, Pflaster oder Kinnbänder, die das Luftholen durch die Nase begünstigen, bis hin zu Rachenspray oder Anti-Schnarch-Öl, welche die Schleimhäute befeuchten.

Einige dieser Produkte mindern das Schnarchen tatsächlich, andere sind wenig wirksam. Wer auf der sicheren Seite sein will, vereinbart einen Termin beim Hals-Nasen-Ohren-Arzt oder Lungenspezialisten.

Gewebe verschliesst die Atemwege

Wer laut und mit Unterbrechungen schnarcht, sollte sich bald untersuchen lassen. Schwedische Forscher haben heraus­gefunden, dass sich harmloses Schnarchen zu bedrohlichen Atemaussetzern entwickeln kann. Eine obstruktive Schlaf­apnoe liegt vor, wenn im Schlaf während einer Stunde mindestens 15-mal der Atem länger stockt. «Von einer Apnoe betroffen sind zwei bis vier Prozent der erwachsenen Schnarcher», sagt Alexander Turk, Schlafmediziner und Chefarzt am See-Spital in Kilchberg.

Erschlafftes Gewebe verschliesst dann die Atemwege der Schlafenden ganz. Geplagte, denen so die Luft wegbleibt, erwachen kurz und japsen nach Luft. Regelmässige nächtliche Atemaussetzer können nicht nur Übermüdung, Gereiztheit und den gefährlichen Sekundenschlaf nach sich ziehen, sondern auch Depressionen, Herz- und Kreislaufprobleme, Schlaganfall und Herzinfarkt begünstigen.

Rütteln, bis sich der ­Gatte dreht

Eine gängige Behandlungsmethode dieser Krankheit ist die CPAP-Therapie (Continuous Positive Airway Pressure). Eine Atemmaske sorgt bei den Betroffenen für ungehindertes Luft­holen, während sie schlafen. Ein Zungenschrittmacher ist eine weitere, relativ neue Technik gegen nächtliche Atemaussetzer. Studien gemäss hilft dieser operative Eingriff, der rund zwei Stunden dauert, nachhaltig. Ein unter dem Schlüsselbein implantierter Sensor nimmt Atemsignale auf und sendet Impulse, die das Verschliessen der Luftwege verhindert.

Gelegentlich bringt man harmlos Schnarchende aber auch mit einer altbewährten Methode zum Verstummen: Wird das Knattern zu garstig, rüttelt man den Säger, bis er sich auf die Seite dreht und verstummt.

Didgeridoo spielen hilft

Schlafposition ändern: auf der Seite schlafen. Rucksäcke und Apps, die für Vibrationen auf der Brust sorgen, bieten Unterstützung.
Vor dem Schlafen Nasenhöhle mit Meersalzspülung reinigen.
Ein Luftbefeuchter hält Nasenschleimhäute geschmeidig.
Abnehmen: Je geringer das Gewicht, desto weniger schnarcht man. Auch greifen Therapien bei Schlanken besser.
Rauchen aufgeben.
Kein Alkohol drei bis vier Stunden vor dem Schlafengehen.
Beruhigungsmittel entspannen die Rachenmuskeln und verstärken das Schnarchen.
Keine schwere Kost vor dem Schlafengehen.
Schweizer Forscher empfehlen, Didgeridoo zu spielen. Das helfe nachweislich gegen Atemaussetzer und krankhaftes Schnarchen. (ab)

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