Diese Bürste hat nicht mal einen Namen – Dafür sieht sie toll aus und funktioniert wie gewünscht

Manche Gadgets müssen nicht ergonomisch und innovativ sein, damit man sie kauft. WC-Bürsten zum Beispiel. Gut aussehen sollten sie aber trotzdem.

Katja Fischer De Santi
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«Flache Silikon-Toilettenbürste» von Yefa.de

«Flache Silikon-Toilettenbürste» von Yefa.de

Bild: zvg

Es gibt Dinge, mit denen will man sich nicht wirklich befassen. WC-Bürsten sind so ein Ding. Ich habe es trotzdem getan, weil mein altes Bürsteli in die unhygienischen Jahre gekommen war. Es musste ein neues her. Ein hygienischeres, ein schickeres.

Auf die Idee, die WC-Bürste schöner zu machen, waren schon andere gekommen. Es gibt solche aus Bambus und solche mit Edelstahlgriff, es gibt Bürsten, die werben für sich, «antibakteriell» zu sein oder «besonders effizient».

Der neuste Trend sind aber Silikon-Bürsten. Auf den ersten Blick erschloss sich mir der Vorteil eines «besonders weichen und flexiblen» Bürstenkopfs mit Noppen statt Borsten nicht. Ich bestellte mir trotzdem ein günstiges, unauffälliges Modell von Yefa.de. Noch nicht einmal einen Namen hat das Ding, es nennt sich schlicht «Flache Silikon-Toilettenbürste». Immerhin gibt es sie in vier Farben.

Was mich schon beim ersten Einsatz überzeugt: Das Ding tropft und spritzt nicht. Einmal kurz am WC-Rand abklopfen, und weg ist das Wasser. Die Bürste ist so trocken, dass der Behälter, welcher unkompliziert an die Wand geklebt werden kann, unten mit Schlitzen versehen ist. Die Zeiten des «Bakterienteichs» in dem Behälter der Bürste ist damit vorbei.

Noch ein gewaltiger Pluspunkt der chinesischen No-Name-Bürste: Der weiche Silikonkopf kommt problemlos unter den Rand und in tiefer gelegene WC-Ecken.

Ein Nachteil ist, dass man mit dem Teil nicht richtig scheuern und putzen kann, dafür ist es zu nachgiebig. Und der Griff könnte ergonomischer sein. Aber so lange will man das Ding ja gar nicht in der Hand halten.