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Vorne lieb, hinten böse: Die weibliche Seite des Undercut

Vor fast 40 Jahren trugen Punks «unten kurz, oben lang». Eine brave Variante davon hat sich zu einer allseits beliebten Männerfrisur entwickelt, die sich jetzt auch bei den Frauen durchsetzt.
Rahel Koerfgen
Passt zum Cocktailkleid: die Undercutfrisur von Schauspielerin Halle Berry. (Bild: Getty)

Passt zum Cocktailkleid: die Undercutfrisur von Schauspielerin Halle Berry. (Bild: Getty)

Er gehört längst zu den Klassikern beim Herrencoiffeur: der Undercut. Galt er in den 1980er-Jahren noch als Erkennungszeichen des Punks und anderer Subkulturen, gehört er seit rund zehn Jahren zu den beliebtesten Hairstyles bei Männern jedwelcher Schicht und rund um dem Globus. Fussballer wie David Beckham – der Vater etlicher Frisurentrends – oder Cristiano Ronaldo, aber auch Schauspieler wie Robert Pattinson machten ihn zugänglich für die Masse und nahmen ihm die Kontroverse. Beim Undercut wird das Haar der unteren Kopfpartie sehr kurz geschnitten, während das Deckhaar einige Zentimeter länger belassen wird.

Bis dato wurde der Undercut vorwiegend als Männerfrisur wahrgenommen. Das dürfte im laufenden Jahr mehr und mehr der Vergangenheit angehören. Auch die Ladys finden Gefallen an diesem Stil.

Kristen Stewart, dann Selena Gomez, jetzt Halle Berry

Berühmte Trendsetterin ist hier Pattinsons Kollegin Kristen Stewart; sie rasiert sich die untere Partie immer wieder radikal ab, und das schon seit einiger Zeit. Anfänglich wohl vor allem, um das «Süsses Mädchen»-Image loszuwerden, das ihr nach den Twilight-Vampirfilmen anhaftete wie getrocknetes Blut auf einem Leinenhemd.

Im vergangenen Jahr enterte der Undercut dann die kaugummisüsse Welt von Selena Gomez. Die Popsängerin machte kurzen Prozess, wurde mit getrimmter Nackenpartie gesichtet. Das lange Deckhaar liess sie sich zu einem strengen, hochsitzenden Zopf flechten, sodass der Undercut niemandem entging. An den Fashion Weeks in diesem Frühling wurde zudem eine Vielzahl von Models mit Rasurhaarschnitt auf den Laufsteg geschickt. Manchmal sogar mit seitlich getrimmtem Haar, das nennt sich dann Sidecut.

Der Auftritt von Hollywoodschönheit Halle Berry an einer Filmpremiere im Mai in Los Angeles bestätigt nun unsere Vorahnung zu den Frisurentrends 2019: Der Undercut ist auch für die Frauen salonfähig geworden.

Vorn lieb, hinten böse

Er fungiert dabei nicht als Punk-Statement, sondern als Signal für den Mut zu Kontrasten – und zur Wandelbarkeit: Frontseitig erschien Berry mit klassischer Hochsteckfrisur; erst rückseitig wurde ihr Undercut mit einrasiertem Blitz ersichtlich. Ganz nach dem Motto: vorn lieb, hinten böse. Und wer mal keine Lust auf den extremen Look hat, trägt die Haare einfach offen, und schon ist von der Rasur nichts mehr zu sehen. Je kleiner dabei die Undercutfläche, desto besser.

Doch auch der Undercut hat seine Schattenseiten. Etwa, dass er ruckzuck auswächst. Das sieht schnell ausgefranst und ungepflegt aus. Deshalb sollte die kurze Haarpartie alle vier Wochen nachgestutzt werden – zu Hause mit einem Trimmer – oder besser beim Coiffeur.

Zudem sollte man viel Zeit in die Pflege der Kopfhaut investieren.

Übrigens: Männer, die aus der Undercutmasse herausstechen wollen, lassen sich jetzt das Deckhaar wachsen und nehmen es zu einem Dutt zusammen. «Man-Bun» heisst der Frisurentrend 2019 für die Herren. Abgeschaut bei den Frauen.

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