Die Vuvuzela lärmt auf Knopfdruck

Langsam haben wir uns ja an das Getröte gewöhnt, das alle WM-Spiele im Fernsehen begleitet. Doch was macht YouTube? Es integriert einen Vuvuzela-Knopf in seine Benutzeroberfläche.

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Langsam haben wir uns ja an das Getröte gewöhnt, das alle WM-Spiele im Fernsehen begleitet. Doch was macht YouTube? Es integriert einen Vuvuzela-Knopf in seine Benutzeroberfläche. Kein Witz: Wer sich auf der Videoplattform ein Filmchen anschaut, kann seit ein paar Tagen auf Knopfdruck Vuvuzela-Lärm einspielen. Einfach auf den kleinen Fussball in der Bedienleiste klicken, und schon übertönt das Tröten alles andere auf der Tonspur.

Sogar wenn der Clip fertig ist, hört die YouTube-Vuvuzela noch lange nicht auf: «Ööööööööööööööö» – bis jemand den Stecker zieht.

Gegen Bieber antröten

Über den Sinn dieses Vuvuzela-Buttons wird in Blogs und Foren heftig diskutiert. Wer aber ein bisschen auf YouTube surft, lernt den kleinen Fussball rechts unten im Bild schnell zu schätzen. Endlich kann man den Teenieschwarm Justin Bieber samt seinem zuckersüssen Pop in Lärm ertränken. Oder die Analysen des Deutschen Fussballexperten Günter Netzer mit Getröte aufpeppen.

Oder in Echtzeit einen Vuvuzela-Remix von Shakiras «Waka Waka» produzieren.

Epilieren wie gewohnt

Merkwürdigerweise erscheint der Lärmknopf nicht bei allen Videoclips. Die meisten Filmtrailer bleiben von der Vuvuzela verschont, ebenso manche Songs. Vergeblich suchten wir den Fussball auch in einem Epilier-Filmchen zum Thema «Easy Hair Removal». Aber überall muss es dann wohl doch nicht tröten.

Roger Berhalter