Die Planeten beeinflussen die Sonnenstürme

Die Sonne vereinigt mehr als 98 Prozent der Gesamtmasse unseres Sonnensystems und bestimmt dank ihrem Gravitationsfeld den Lauf der Planeten. Nun haben Forscher der ETH Zürich und der Eawag herausgefunden, dass die Planeten wohl mehr Einfluss auf die Sonne haben als bisher angenommen.

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Planeten beeinflussen die Sonne. (Bild: ap/Nasa)

Planeten beeinflussen die Sonne. (Bild: ap/Nasa)

Die Sonne vereinigt mehr als 98 Prozent der Gesamtmasse unseres Sonnensystems und bestimmt dank ihrem Gravitationsfeld den Lauf der Planeten. Nun haben Forscher der ETH Zürich und der Eawag herausgefunden, dass die Planeten wohl mehr Einfluss auf die Sonne haben als bisher angenommen. Die Konstellation der Planeten scheint verantwortlich für die langfristigen Zyklen erhöhter Sonnenaktivität, und das wird für die Menschen auf der Erde immer wichtiger.

Denn eine starke Sonnenaktivität sind die Superflares. Das sind gewaltige Plasma-Explosionen auf der Sonne, die Milliarden von Tonnen Gas in die Atmosphäre schleudern und damit auf der Erde zu magnetischen Stürmen führen. Satelliten, die Bordelektronik von Flugzeugen, Stromnetz, Funksignale und vieles mehr können von einem solchen Ereignis beeinträchtigt oder sogar zerstört werden. 1859 führte ein solcher Sturm zu Schäden am soeben erstellten Telegraphennetz, heute würde ein ähnlicher Sonnensturm allein in den USA zu einem Schaden von zwei Billionen Dollar führen.

Dank der Erkenntnisse der Forscher können solche Sonnenstürme in ganz ferner Zukunft vielleicht vorausgesagt werden. Diese haben bemerkt, dass das geringe Drehmoment, welche die Planeten auf die Sonne ausüben, Wirkung zeigt. Es scheint die langfristige Ursache für die langfristigen Zyklen der Sonnenaktivität zu sein. Bereits eine kleine Veränderung kann Auswirkungen auf das Auftreten solarer Eruptionen haben.

Die Forscher konnten mit Eisbohrkernen die Zyklen der Sonnenaktivität über 10 000 Jahre zurückverfolgen. Dabei zeigten sich die Planeten als Taktgeber. Diese Erkenntnisse könnten helfen, Prognosen für das «Weltraumklima» oder das «Weltraumwetter» zu erstellen. (Kn.)

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