Die letzte Feier, der letzte Kampf eines Quartiers

Samstagnacht waren sie alle noch einmal dort und feierten, ziemlich kreativ (siehe Bild links), das Ende. Die Rede ist vom Abriss-Quartier hinter dem St. Galler Hauptbahnhof. Dort, wo diesen Frühling die Bagger auffahren werden, um Platz zu schaffen für die neue Fachhochschule.

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Samstagnacht waren sie alle noch einmal dort und feierten, ziemlich kreativ (siehe Bild links), das Ende. Die Rede ist vom Abriss-Quartier hinter dem St. Galler Hauptbahnhof. Dort, wo diesen Frühling die Bagger auffahren werden, um Platz zu schaffen für die neue Fachhochschule. Nicht ganz offiziell liess man in den Kellern der Häuser 53 bis 59 die alten Zeiten noch einmal hochleben. Ehemalige Bewohner, solche, die es gerne gewesen wären, Sympathisanten, Punks, Pädagogen, Kultur- und Kunstschaffende, linke Politikerinnen und Festbrüder standen bei den Gleisen ums Feuer oder quetschten sich in die Häuser, wo DJs und Künstler sich und dem Quartier die letzte Ehre gaben oder um ebendiese boxten.

Wie um ihren Ruf gerecht zu werden, gesellten sich morgens um zwei Uhr dann auch Feuerwehr und Polizei zur grossen Runde und baten, doch mit dem intensiven Verbrennen von Christbäumen aufzuhören. (kaf)

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