Die Kraft der Bilder

Seit es die Fotografie gibt, ist sie nicht nur Spiegel unserer Welt, sondern ganz stark auch prägendes Element

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Seit es die Fotografie gibt, ist sie nicht nur Spiegel unserer Welt, sondern ganz stark auch prägendes Element

für jenes Bild, das wir von ihr entwickeln. Die Fotografie kann unglaublich intensiv sein. Der Dokumentarfilm von Michael Hegglin zeigt dies in mehreren Stationen. Die Fotografin Iren Stehli erzählt über jene Bilder, die sie über lange Jahre von einer Roma-Familie gemacht hat, vor allem von der lebenslustigen Libuna. Einige davon vergisst man nicht mehr. Ganz anders, aber auf ihre Art ebenso faszinierend ist die Bilderwelt, in der Ferco Dregelyvari lebt. Für seine Werbekunden kombiniert er aus den unterschiedlichsten Quellen Bilder, die wie echt aussehen. Wer ihm zugeschaut hat, der wird keiner einzigen Werbebotschaft mehr trauen können. Schliesslich: Bilder sind auch geronnene Zeit. Wenn wir schon lange tot sind, werden wir auf den Bildern immer noch lebendig sein. Sofern jemand uns fotografiert hat: Der Walliser Uhrmacher und Hobbyfotograf Arnold Zwahlen hat im Zweiten Weltkrieg das Leben seiner Kompanie dokumentiert. Entstanden sind Aufnahmen jenseits aller offiziellen Propaganda, schlicht und alltäglich. Und der vierte, den Hegglin besucht, das ist der Fotosammler Peter Herzog. Er sorgt dafür, dass vieles nicht verlorengeht. (R.A.)

SF 1 Bilder, die die Welt bedeuten Sonntag, 12.00 Uhr