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Die grosse Jagdstatistik – alle in der Schweiz geschossenen Tiere in zehn Grafiken

Etwa 30 000 Jäger ziehen auch diesen Herbst wieder durch die Wälder. Welche Tiere sie am meisten schiessen und wo nicht geschossen werden darf.
Bruno Knellwolf (Text) und Lea Siegwart (Illustration)
10 Bilder

Galerie LW 19.10.19

Jagen ist Männersache. Nur drei Prozent der 28 422 Jagdausübenden – wie es in der Jagdstatistik heisst – waren im Jahr 2018 Frauen. Dieser geringe Anteil wird auch bei der nun gerade gestarteten Jagdsaison nicht grösser sein.

Für einige Wochen wird in gut 900 Revieren in der Schweiz wieder zum Halali geblasen. War das Jagen im Mittelalter noch ein Recht, das Adel und Kirchenfürsten als ihr Privileg beanspruchten, steht es heute jedem frei, das Handwerk zu erlernen und danach eine Jagdprüfung abzulegen. Die Ausbildung und Prüfung sind dabei in den Kantonen unterschiedlich geregelt.

Die Schweiz kennt zwei Jagdsysteme: die Revierjagd und die Patentjagd. In Kantonen mit Patentjagd ist die Jagdzeit auf wenige Wochen im Herbst beschränkt, aber auf dem ganzen Gebiet des Kantons erlaubt. Bei der Revierjagd, die in den Kantonen Luzern, St. Gallen, Aargau, Thurgau, beide Basel und Zürich gilt, verpachten die Gemeinden das Jagdrecht an Jagdgesellschaften, die Rechenschaft über die Zahl der erlegten Tiere ablegen müssen.

Auf Schweizer Tellern landet mehrheitlich ausländisches Wild

Ein Jagdverbot gibt es im Kanton Genf nach einer Volksabstimmung im Jahr 1974. Das ist jenen sympathisch, denen es fremd ist, dass man das Totschiessen eines Rehkitzes als Hobby bezeichnen kann. Nach deren Meinung könnte man die notwendige Regulierung der Wildtiere auch natürlichen Raubtieren wie Luchs & Co. überlassen.

Nichtsdestotrotz ist das Wildessen in der Schweiz beliebt. Wildliebhaber mögen das Fleisch aus der Natur, von Tieren, die ihr Leben bis zum tödlichen Schuss in Freiheit verbracht haben. Der Verband Jagd Schweiz bezeichnet das Wildbret als «ökologisch, fettarm und gesund». Gegner halten Wildfleisch dagegen für Aas und unhygienisch. Zudem sei das Fleisch stark von Schadstoffen belastet, welchen Rehe und Hirsche in den intensiv bewirtschafteten Landwirtschaftsgebieten ausgesetzt seien.

Die Diskussion über die Gesundheit des Wildfleisches wird anhalten. Zwischen 4000 und 5000 Tonnen Wild werden in der Schweiz pro Jahr konsumiert – davon ist Reh des Schweizers liebstes Wildfleisch. Auf dem Teller landen aber auch Gämse, Wildschwein und Wildgeflügel wie Fasan, der allerdings im Ausland geschossen wird. Von dort stammt denn auch etwa zwei Drittel des Wilds, das in der Schweiz gegessen wird. Denn die hiesige Jagd gibt zu wenig her.

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