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Die Gefühle der Tiere und das Ende des Krieges

Zwei Bücher zu spannenden Themen: Tiere sind keine Maschinen und haben Gefühle und kennen die Logik wie wir Menschen. Das erkannte der Forscher und Zoodirektor Alfred Brehm schon vor 150 Jahren. Ein anderes Buch beschäftigt sich mit der Operation Sunrise. Mit dieser sollte der Zweite Weltkrieg beendet werden.
Bruno Knellwolf

Alfred Brehm/Karsten Brensing Brehms Tierleben – Die Gefühle der Tiere, Duden, 239 S., Fr. 29.–

Schüttelt ein Mensch einen kleinen Karton, in dem es rappelt oder klappert, weiss jedes Kind und jeder Erwachsene: In diesem Karton ist etwas drin. Das weiss aber auch der Hund – was Hundebesitzer nicht überrascht. Der Hund macht sich dann sofort daran, das Innere des Päckchens rauszuholen. Aber nur, wenn es geklappert hat. Logik nennt man das und diese hat man bis vor wenigen Jahrzehnten nur Menschen zugeschrieben und nicht Tieren. «Tiere besitzen nicht nur die Fähigkeit zu logischem Denken – sie denken auch strategisch, planvoll und kreativ», schreibt der Verhaltensforscher Karsten Brensing. Vor 150 Jahren zu Zeiten des Tierforschers Alfred Brehm, waren die Menschen da noch ganz anderer Meinung. Tiere wurden für instinktgesteuerte niedere Kreaturen gehalten, die einer Maschine gleich nur handeln, wie ihre Programmierung es ihnen vorgibt. Heute weiss man, dass Tiere ein breites Gefühlsspektrum haben, ein gutes Gedächtnis, klare Vorstellungen von Zeit und Raum. Das wusste vor 150 Jahren schon der 1829 geborene Wissenschafter Brehm, der das in seinem weltberühmten Werk «Brehms Tierleben» niederschrieb. Brensing verglicht dieses Werk mit der heutigen Verhaltensforschung. Brehm war seiner Zeit voraus, reiste in damals unerforschte Gebiete, um das Verhalten der Tiere zu studieren und war, um seine Forschung zu finanzieren, Zoodirektor in Hamburg und Berlin. Seine spannenden Schilderungen revolutionierten die Tierforschung.

Sara Randell Den Krieg beenden, Stäpfli, 143 S., Fr. 39.–

Bereits Anfang 1945 zeigten die Schlachtfelder und die brennenden Städte: Hitler hatte den Zweiten Weltkrieg verloren. Trotzdem setzte die deutsche Wehrmacht mit Unterstützung der Bevölkerung den sinnlosen Krieg fort und forderte weiterhin viele Todesopfer. In der Schweiz wurde mit der Operation Sunrise versucht, die Verlierer von einer Kapitulation zu überzeugen, damit das blutige Kämpfen ein Ende nimmt. Churchill verkündete am 2. Mai 1945 die Kapitulation der Heerestruppen in Oberitalien und schrieb diesen Erfolg der geheimen Diplomatie zu. In der Schweiz für die Operation Sunrise verantwortlich waren Max Waibel und Max Husmann, deren Rolle kontrovers diskutiert wird.

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