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Daniel Küblböck: Ein Leben lang Aussenseiter

Als Pausenclown, als Witzfigur und als Vermarkter in eigener, talentfreier Sache wurde der Sänger Daniel Küblbock berühmt. Selbst sein Verschwinden ist filmreif.
Katja Fischer De Santi
2003: Superstar-Kandidat Daniel Kueblboeck tritt bei der Generalprobe zum Halbfinale der RTL-Talentshow "Deutschland im Coloneum auf.

2003: Superstar-Kandidat Daniel Kueblboeck tritt bei der Generalprobe zum Halbfinale der RTL-Talentshow "Deutschland im Coloneum auf.

Die Wahrscheinlichkeit, dass Daniel Küblböck lebend gefunden wird, sinkt gegen Null. Das Verschwinden des 33-Jährigen in den kalten Fluten des Nordatlantiks ist so dramatisch wie sein Leben. Und es passt, denn Daniel Küblböck, seines Zeichens talentfreier Showmann, war Zeit seines Lebens vor allem eines: PR-Manager seiner Person.

Ein Aussenseiter war er schon immer. Nach der Scheidung vom Kindsvater zog die Mutter mit dem Bub quer durch Deutschland. Heimisch wurde er nirgends. Die Rolle als Pausenclown rettet ihn und führt ihn auf die grosse Bühne. 2002 nimmt der damals 17-Jährige an der ersten Staffel von Deutschland sucht den Superstar (DSDS) teil. Er kann nicht singen, macht daraus keinen Hehl und wird Dritter. Für seine überdrehten, hysterischen Auftritte muss er viel einstecken, aber erst sie machen ihn zu einer Marke. Was folgt, ist die langsame Abwärtsspirale der öffentlichen Aufmerksamkeit, unterbrochen durch allerlei TV-Promi-Formate.

2015: Daniel Kueblboeck tanzt in der achten Staffel der RTL-Tanzshow «Let's Dance».

2015: Daniel Kueblboeck tanzt in der achten Staffel der RTL-Tanzshow «Let's Dance».

2011 wird es ruhiger um ihn. Auffällig ist nun seine äusserliche Veränderung. Mit neuer Frisur, ohne Brille und nach augenscheinlich sehr vielen Besuchen im Fitnessstudio, ist er 2016 kaum mehr zu erkennen. Er posiert mit tätowiertem Oberkörper und Hundeblick. In Interviews wirkt er ruhig und gefasst. Die Spassnummer Küblböck gibt es nicht mehr. Er besucht eine Schauspielschule in Berlin. Dort sei er gemobbt wurden, schrieb er auf Facebook. Mitstudenten sagen hingegen, er sei oft alkoholisiert in der Schule erschienen. Mittlerweile hat die kanadische Küstenwache die Suche nach Daniel Küblböck eingestellt. Der letzte Vorhang eines existenziellen Dramas ist gefallen.

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